Wechsel in der Beratunsgsstelle

Ernstheinrich Schäfer (l.) erhält das Kronkreuz in Gold des Diakonischen Werks, überreicht durch Hans-Jürgen Vormschlag, Synodalgeschäftsführer des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg.

Lüdenscheid - Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg ist neue Vorsitzende des Fachausschusses der Psychologischen Beratungsstelle Lessingstraße. Am Donnerstag löste sie Ernstheinrich Schäfer ab, der dem Gremium 43 Jahre angehörte.

Für seine langjährigen Verdienste um das Diakonische Werk erhielt er gestern das Kronenkreuz in Gold des Diakonischen Werkes Westfalen-Lippe, überreicht durch Hans-Jürgen Vormschlag, Synodalgeschäftsführer des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg.

43 Jahre im Ehrenamt für Diakonisches Werk

Die Vorstellung Deitenbeck-Gosebergs und die Wahl ohne Gegenstimme erfolgte binnen weniger Minuten. In der Sitzung an der Lessingstraße schloss sich gewissermaßen ein Kreis, denn Paul Deitenbeck, Vater der Oberrahmeder Pfarrerin, war es gewesen, der Schäfer als damaligen frisch gebackenen Leiter der Richard-Schirrmann-Realschule für die ehrenamtliche Tätigkeit im Steuerungsgremium der Beratungsstelle gewinnen konnte. Mit dem Erreichen des 80. Lebensjahres beendet er nun die Arbeit und hinterlässt „die Institution in einer guten Verfassung“, wie er selber sagt.

Einen großen Dank richtete er zugleich an den Förderverein und dessen Vorsitzenden Dr. Dirk Stahlschmidt, der jedes Jahr 50 000 Euro für den laufenden Betrieb aus Spendenmitteln einwirbt, ganz wesentlich darunter Zuwendungen aus den Erträgen der Liechtensteiner Karl-Reeber-Stiftung.

Schäfer habe „Herzblut in die Arbeit für die Beratungsstelle gesteckt“, würdigte Hermann Scharwächter als zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt und früherer Jugendamtsleiter dessen Wirken. Die Arbeit im Ausschuss sei schließlich „nicht immer konfliktarm“ gewesen. Damit spielte Scharwächter auf die andauernde Debatte um Umverteilungen und finanzielle Ressourcen an, die für die Beratungsstelle zur Verfügung stehen und standen.

Genau auf diese Nahtstelle zwischen der praktischen Arbeit an der Lessingstraße als Erziehungsberatung für junge Menschen und Familien einerseits und den Finanzierungsproblemen und dem organisatorischen Druck für die drei Mitarbeiter will Monika Deitenbeck-Goseberg ihr Augenmerk richten: „Im Ringen mit Institutionen lässt man Herzblut und Kraft“, wandte sie sich an die Berater. Für sie wolle sie „Ermutigerin, Trösterin und Beisteherin“ sein, sagte sie. „Es braucht Kraft ohne Ende, um nicht den Mut und die Liebe zu verlieren.“ - flo

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