Modellprojekt für Langzeitarbeitslose

Susanne Frey und Friedrich Hahne stellten das neue Modellprojekt für Langzeitarbeitslose vor.

Lüdenscheid - Nichts soll unversucht bleiben, um Langzeitarbeitslose in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu integrieren. Deshalb beteiligt sich das Jobcenter MK an dem Bundesprogramm zur Eingliederung Betroffener, das vom Europäischen Sozialfonds kofinanziert wird.

„Dadurch wollen wir im Märkischen Kreis in zwei Jahren 120 Langzeitsarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln“, sagt Friedrich Hahne, beim Jobcenter Märkischer Kreis Bereichsleiter Operativ, der die Maßnahme am Mittwoch gemeinsam mit Susanne Frey vorstellte.

Die erfahrene Mitarbeiterin ist im südlichen Märkischen Kreis für die Betriebsakquise zuständig und berät die Firmen im Hinblick auf die Förderkonditionen. Aber auch Einzelgespräche mit den ausgewählten Langzeitarbeitslosen, um deren Stärken und Schwächen auszuloten, gehören zu ihrem Aufgabenfeld. Sie soll also den möglichen Arbeitgeber und den potenziellen künftigen Arbeitnehmer zusammenführen.

Vier Millionen Euro stehen dem Jobcenter für das Modellprojekt zur Verfügung. „Es basiert auf freiwilliger Basis“, betont Friedrich Hahne. „Keiner der Betroffenen ist dazu gezwungen.“

Kommt es zu einer Einstellung, begleiten und betreuen sogenannte Coaches, die eigens für die Eingliederungsmaßnahme eingestellt werden, die neuen Mitarbeiter in den jeweiligen Betrieben während der gesamten Förderdauer. Das Coaching erfolge sehr engmaschig, in der Regel im Rahmen von individuellen Kontaktgesprächen nach Vereinbarung mit dem Arbeitgeber.

Die betrieblichen und sozialen Anforderungen, die der Arbeitgeber an seine Mitarbeiter stellt, sind Bestandteil des Coachings. „Es wird auch kleinere außerbetriebliche Unterstützungen geben, zum Beispiel die Erlangung eines Gabelstabler-Führerscheins, falls dies notwendig ist“, sagt Hahne. Dazu gehören aber keine zusätzlichen Fortbildungen.

Arbeitgeber, die im Rahmen des Programms sozialversicherungspflichtige Stellen mit entsprechenden Bewerbern besetzen, erhalten zum Ausgleich von möglicherweise vorhandenen Minderleistungen des neuen Beschäftigten Lohnkostenzuschüsse von anfänglich 75 Prozent.

Interessierte Arbeitgeber können sich bei Susanne Frey unter der Rufnummer 0 23 59 /9 08 3- 20 melden.

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