Familienhebammen: Aus Modell wird Regelangebot

Gabriele Böhm ist Familienlotsin und besucht junge Eltern. Mit im Gepäck hat sie anschauliche Informationen. - Archivfoto: Messy

Lüdenscheid - Was einst als Projektarbeit begann und modellhaften Charakter hatte, ist nun die Regel und wird als dauerhaftes Angebot etabliert: die Förderung der Qualifizierung von Familienhebammen und die Neugeborenenbesuche in jungen Familien.

Von Martin Messy

Beides dient einer engeren Verknüpfung des Netzwerkes für den Kinderschutz und einer Stärkung der frühen Familienhilfen. Zur Finanzierung dieser zusätzlichen Aufgabe stellt der Bund Mittel im Rahmen der „Bundesinitiative Frühe Hilfen“ zur Verfügung. Waren es im vergangenen Jahr noch 30 154 Euro, so sind es für 2013 gut 11 000 mehr, wie das Jugendamt den Mitgliedern des Jugenhilfeausschusses (28. Mai, 17 Uhr, Ratssaal) mitteilt. Der Zuschuss teilt sich nach folgenden Gebieten auf:

- 13 400 Euro gehen in die Netzwerkkoordination „Frühe Hilfen“, für die eine viertel Planstelle existiert.

- weitere 12 000 Euro fließen in die Aufstockung des Leistungsumfangs für Neugeborenenbesuche, womit bei Bedarf auch ein zweiter Besuch erfolgen kann. Auch hier steht eine viertel Planstelle zur Verfügung.

- 10 000 Euro kommen der Förderung der von Familienhebammen sowie der Ausweitung des Angebotes zugute.

- weitere 6000 Euro können zur Förderung von zielgruppenspezifischen Angeboten der Träger der freien Jugendhilfe wie zum Beispiel des Kinderschutzbundes, donum vitae oder der Awo eingesetzt werden.

All dies sind die Resultate des Bundeskinderschutzgesetzes. Es verpflichtete Kommunen zum Ausbau flächendeckender verbindlicher Strukturen, die die Zusammenarbeit der zuständigen Leistungsträger und Institutionen im Kinderschutz stärkten. Das Jugendamt baute auf bereits bestehende Hilfen für Familien auf und verdichtete das Netzwerk unter anderem durch den Einsatz von Familienhebammen.

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