Feuer, Härte, gute Laune

MK-Total-Rocknacht: Feuershow und fliegende BH

Wie bei ihren Vorbildern, den „Tanzmetallern“ von „Rammstein“, setzen die „Feuerengel“ auf eine spektakuläre Feuershow.

LÜDENSCHEID - Das vierte MK-Total-Event startete traditionell mit einer Rocknacht in der Schützenhalle, die einmal mehr mit einem spektakulären Line-up überzeugen konnte. Wer die härtere Gangart liebte, war hier an der richtigen Adresse, denn alleine die spektakuläre Feuershow der Rammstein-Tribute-Band „Feuerengel“, war den Besuch des Konzertes wert.

Aber schon vorher war gute Stimmung angesagt – schließlich ließen auch die übrigen Acts nichts anbrennen. Da kamen zum Beispiel die Jungs von „5 Kleine Jägermeister“, die sich den Songs der „Toten Hosen“ widmeten. Seit über 14 Jahren sind die Musiker um Frontmann Andi in Sachen Punkrock unterwegs und rissen die Zuhörer mit Songs wie „Hier kommt Alex“ oder „Bonnie und Clyde“ von der ersten Minute an mit. Im Finale ihres 45-minütigen Gigs legten sie mit dem aktuellen Hosen-Hit „Altes Fieber“ noch einen Gang zu.

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MK-Total Rocknacht

Beim Auftritt der US-amerikanischen Combo „John Diva & the Rockets of Love“ hielt zumindest optisch der Glamrock Einzug in die Schützenhalle. Musikalisch boten John Diva (Gesang), J.J. Love (Gitarre), Snake Rocket (Gitarre), Remmie Martin (Bass) und Vic Chains (Schlagzeug) neben den Mega-Hits der Rock-Geschichte aber auch den einen oder anderen aktuellen Song wie „I kissed a girl“ von Katy Perry, freilich in der Hardcore-Variante. Höhepunkt ihrer Show, die von begeisterten Fans mit fantasievollen Schildern im Zuschauerraum und diversen Richtung Bühne fliegenden BH begleitet wurde, war der Song „Love in an Elevator“ von Aerosmith. Hierbei posierte die Combo nach Herzenslust mit einer gut aufgelegten Truppe heißer Girls.

Liebhaber des musikalischen Dampfhammers kamen bei „Metakilla“ auf ihre Kosten. Die Combo hat sich auf die klassischen Heavy-Metal-Songs der Band „Metallica“ und weniger auf deren Balladen spezialisiert. Insbesondere Sänger und Gitarrist Chris Beck ging an diesem Abend ab wie ein Zäpfchen, schwuppte sich an der Rhythmus-Gitarre die Seele aus dem Leib und bellte ins Mikro wie Metallica-Frontmann James Hetfield. Erst in der zweiten Hälfte des Gigs, der durch pure Energie der Musiker, insbesondere bei den kernigen Gitarrenriffs von Alex Petry, überzeugte, spielten die Jungs die eine oder andere Ballade („Unforgiven“), aber als Zugabe natürlich auch den unvermeidlichen Metallica-Klassiker „Enter Sandman“.

Die „Feuerengel“ hatten schließlich mit rund zwei Stunden den längsten und sicher auch heißesten Auftritt des Abends. Denn die Bühnenshow der Rammstein-Tribute-Band mit brennenden Mikrofonständern, Handflammenwerfern, Schnurraketen, Blitzen und vielen anderen pyrotechnischen Gimmicks heizte sicher nicht nur den Fans in der ersten Reihe, sondern auch den Musikern ein, die sich im Zentrum des Feuers jedoch längst wie zuhause fühlen dürften. Wie schon von ihren anderen Auftritten bei „MK-Total“ gewohnt, begnügten sich Sänger und Till-Lindemann-Lookalike Boris und seine Mitstreiter Farb (Gitarre), Daniel (Gitarre), Thorsten (Keyboards), Holger (Bass) und X-oph (Schlagzeug) nicht mit einem grandiosen Feuerwerk.

Ein Klassiker der Feuerengel-Bühneninszenierung ist inzwischen auch die optische Umsetzung des Skandal-Songs „Mein Teil“, in dem der Frontmann, in eine Blutverschmierte Metzgerschürze gehüllt und mit einer Machete ausgestattet, einem monströsen Etwas mit leuchtenden Augen nach dem Leben trachtet. Schließlich schlüpfte auch Keyboarder Thorsten zur Freude der Fans wieder in seine gewohnte Rolle als in die Tasten hauender Irrer, spacige Brille und Glitzerfummel inklusive. Mit sattem Sound und hoher Authentizität brachten die Musiker alles zu Gehör, was das Publikum aus dem Rammstein-Oeuvre hören wollte. Dabei ging auf der Bühne nicht nur die (Flammenwerfer-) „Sonne“ auf – bei der Zugabe „Engel“ verfeuerten die Band nochmals alles, was der Pyrotechnik-Baukasten zu bieten hatte - bot

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