Sofortmaßnahme in Lüdenscheid und Werdohl

MK ist Risikogebiet: Besuchsstopp in den Märkischen Kliniken

Am Klinikum Lüdenscheid gilt ab Freitag ein Besuchsstopp.
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Am Klinikum Lüdenscheid gilt ab Freitag ein Besuchsstopp.

Lüdenscheid/Werdohl – Aufgrund der Einstufung des Märkischen Kreises als Risikogebiet haben die Märkischen Kliniken einen Besuchsstopp in den Häusern in Lüdenscheid und Werdohl erlassen. Er gilt ab Freitag, 23. Oktober.

„Mit dieser Entscheidung folgt der Krisenstab des Klinikums den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen“, teilte das Klinikum mit. Es gelten Ausnahmeregeln zum Beispiel für Besucher schwerkranker Patienten.

Darüber entscheiden die Stationsärzte im Einzelfall gemeinsam mit dem Pflegeteam. Nach der Prüfung und Bewilligung erhalten Besucher einen Passierschein. Diese Sonderregelungen gelten für Partner während der Geburt und Besuche bei Wöchnerinnen, aber auch für Besucher in den der Abteilung Akutgeriatrie und Frührehabilitation, der Klinik für Hämatologie und Onkologie, der Palliativstation und der Intensivstation.

Bereits am Mittwoch hatte der Krisenstab der Märkischen Kliniken zusätzliche Coronaschutzmaßnahmen für Patienten erlassen:

  • Die serielle Testung auf Sars-CoV-2 wird für alle stationären Aufnahmen wieder eingeführt. Und ab sofort werden Patienten statt zuvor einmal wieder zweimal abgestrichen.
  • Elektive stationäre Patienten benötigen einen negativen Covid-19-Test vor der eigentlichen stationären Aufnahme, der nicht älter als zwei bis fünf Tage ist. Dieser Test könne entweder vorstationär durch die Klinik oder durch den einweisenden Hausarzt stattfinden.
  • Bei stationärer Aufnahme wird wie bisher ein Test auf Covid-19 durchgeführt, der Patient darf sich danach auf die Normalstation begeben, wo er bis zum zweiten negativen Testergebnis unter den bekannten verschärften Sicherheitsmaßnahmen versorgt wird.
  • Für stationäre Notfallaufnahmen gelte, dass wie bisher bei Aufnahme und zusätzlich am Folgetag getestet werde. Besteht kein klinischer oder anamnestischer Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung können die Patienten, soweit sie nicht intensivpflichtig sind, nach der Erstversorgung auf die Normalstation verlegt werden, wo sie unter verschärften Sicherheitsbedingungen behandelt werden. Wichtig dabei: Am Tag nach der Aufnahme erfolgt der zweite Abstrich.
  • Patienten mit Verdacht auf Covid bleiben bis zum Vorliegen des ersten negativen Testergebnisses auf der Notaufnahmestation. Am Folgetag wird ein zweiter Abstrich entnommen und die Patienten können unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen auf der Normalstation weiterbehandelt werden.
  • Um die Mitarbeiter zu schützen, schließt das Schlaflabor ab heute. Es gilt die Vorgabe, auf Dienstreisen zu verzichten und die Termine für die Grippeimpfung wahrzunehmen

Nach Einschätzung von Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung, ist in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Fallzahlen bei einer stabilen Versorgungssituation zu rechnen. Für die Bürgerinnen und Bürger im Märkischen Kreis stünden ausreichend Betten- und Beatmungskapazitäten zur Verfügung. Auch ist die benötigte Schutzausrüstung ausreichend vorhanden. „Auch wenn die Situation ernst ist, sehen wir gute Chancen durch konsequentes und rasches Handeln das Infektionsgeschehen wieder zu verlangsamen und damit einzudämmen“, unterstreicht Kehe.

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