Anwohnerparken kompliziert

MK-Amt stellt Stiefvater schlechter als Mutter - beim Parken

Schilderwald Halteverbot
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Symbolbild

Die Frage, wer in Lüdenscheid einen sogenannten Bewohnerparkausweis bekommt und wer nicht, entscheidet sich laut Ortssatzung an festen Kriterien – und sorgt in der ostfriesischen 20 000-Einwohner- Stadt Wittmund derzeit für Empörung. Wie das zusammen hängt, erzählt der Wittmunder Hans Joachim Ferger.

„Meine Stieftochter wohnt in Lüdenscheid, am Ramsberg.“ Sie sei alleinerziehend und benötige ein Auto, um zur Arbeit zu kommen oder den Sohn zur Kita zu bringen. Also hat der Stiefvater der Wahl-Lüdenscheiderin einen Wagen zur Verfügung gestellt.

„Der Wagen ist auf mich zugelassen und hat WTM als Kennzeichen.“ Doch am Anwohnerparken darf die junge Frau am Ramsberg nicht teilnehmen. Das Bürgeramt verweigerte ihr die Ausstellung des grünen Ausweises.

Die Begründung dafür bringt Hans Joachim Ferger auf die Palme. Zwar liegen alle nötigen Papiere vor, doch der Verwandtschaftsgrad zwischen Halter und Nutzerin ist „nicht gradlinig“ – ein klares Ausschlusskriterium. Ferger: „Wäre der Wagen auf meine Frau zugelassen, wäre der Parkausweis sofort ausgestellt worden.“

Nun muss das Auto mit Aufwand und Kosten umgemeldet werden. „Es bleibt dasselbe Auto mit demselben Kennzeichen, aber dann klappt’s mit dem Anwohnerparken.“ Für Stiefvater Ferger „ein Irrsinn“.

Stadtpressesprecher Sven Prillwitz bestätigt die Geschichte und erklärt dazu, die Modalitäten zur Erlangung eines Bewohnerparkausweises seien angesichts starker Nachfrage und wachsenden Parkdrucks 2015 umgestellt worden.

Das Bürgeramt habe die Satzung „völlig korrekt“ angewandt.

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