Zwischen Bierbaum und Höh

Mitten im Wald im MK: Vermüllung und nächtliche Partys

Corona-Party in Frankfurt
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Symbolfoto

Für die einen ist es die tägliche Runde mit dem Vierbeiner, für die anderen eine beliebte Verbindung zwischen den Ortsteilen Bierbaum und Höh. Und nicht zuletzt am Wochenende nutzen viele Anwohner das dortige Wäldchen zu einem ausgedehnten Spaziergang. Zuletzt scheint dieser Bereich, der auch das ehemalige IKA-Gelände umfasst, zudem ein beliebter Party-Treffpunkt geworden zu sein.

Davon zeugt zumindest das Umfeld einiger Bänke entlang des Weges: weggeworfene Dosen und Flaschen, Getränkebecher, alte Zeitungen und Zigarettenschachteln – „es sah aus, als hätten dort die Vandalen gehaust“, schildern Monika und Peter Oettinghaus (AfL) die Situation.

In Gesprächen mit weiteren Spaziergängern sei deutlich geworden, dass dies leider die Regel geworden sei und dort häufig nachts an den Wochenenden gefeiert würde. „Man hat verschiedene Male schon die Polizei gerufen und auch den STL informiert. Aber es ist keine Verbesserung eingetreten“, schreiben die beiden Lüdenscheider.

„Leider mussten wir auch feststellen, dass im gesamten Wald – neben den Bänken – kein einziger Abfalleimer zu finden ist. Das war früher anders“, schreiben sie weiter und haben einen konkreten Vorschlag zur Verbesserung der Situation: „Eine Müllpatrouille, die es früher einmal gegeben hat, könnte am Wochenende doch mal nach dem Rechten schauen.“

„Uns ist das Problem grundsätzlich bekannt“, bestätigt Stadtsprecherin Marit Schulte. Entsprechende Meldungen seien sowohl beim Ordnungsamt als auch beim STL eingegangen. Dessen Mitarbeiter würden zwar auch wilde Müllkippen beseitigen, seien in erster Linie jedoch für eine Reinigung innerhalb der Stadt zuständig.

Mülleimer entlang eines Waldweges seien daher nicht üblich. Während die Müllstreife am Abend und an den Wochenenden nicht im Dienst sei, seien jedoch verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt denkbar – nicht zuletzt im Hinblick auf die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung.

Dass es zuletzt eine Meldung wegen Ruhestörung und einer größeren Menschengruppe gegeben hatte, bestätigte auch Polizeisprecher Marcel Dilling. Einen Problemschwerpunkt könne er derzeit jedoch nicht bestätigen. „Aber dass sich Gruppen an solchen abgelegenen Orten treffen, ist natürlich nicht auszuschließen.“

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