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Mitten im Sommerloch: 12 500 Euro für die Ukraine - und das ist erst die Hälfte

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Von: Carolina Ludwig

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Rico Huntjens, Stefan Hesse, René Pajer und Marc Tegtmeyer (von links) im Spendenlager der Hardcore Help Foundation.
Rico Huntjens, Stefan Hesse, René Pajer und Marc Tegtmeyer (von links) im Spendenlager der Hardcore Help Foundation. © Carolina Ludwig

Mitten im Sommerloch erreichte nun die erste Hälfte der von Akteuren der Caritas und des Vereins Wir für Lüdenscheid gesammelten Spenden ihr Ziel: Die Hardcore Help Foundation.

Lüdenscheid – Im März, wenige Wochen nach Ausbruch des Ukraine-Krieges, schlossen sich Akteure der Caritas und des Vereins Wir für Lüdenscheid zusammen und starteten einen Spendenaufruf. Während ein Teil der Sachspenden bereits in der Ukraine angekommen ist, ging nun die erste Hälfte der Geldspenden an die Hardcore Help Foundation, die gemeinsam mit ihren Kontakten aus dem Netzwerk Ziviler Krisenstab zielgerichtet in der Ukraine helfen kann.

„Die Spende kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, wir sind grade in einem Sommerloch“, sagte Rico Huntjens von der Hardcore Help Foundation. Von den 12 500 Euro sei auch bereits eingekauft worden. „Wir haben zwei Sattelzüge mit Wasser losgeschickt. 47 000 Liter Wasser, die heute Nachmittag ankommen sollten“, sagte Huntjens am Mittwoch. Die Wasserversorgung sei in den Kriegsgebieten aktuell ein großes Problem. „Die Menschen dort versorgen sich aus Flüssen“, weiß René Pajer (Hardcore Help Foundation) von seinen Kontakten. Über Organisationen, die wie die Hardcore Help Foundation dem Netzwerk Ziviler Krisenstab angehören, wurden zwei Krankenhäuser ausgewählt, die dringend Wasser benötigen. Die Lieferung sollte eigentlich schon vor einigen Tagen in der Ukraine ankommen, dann seien jedoch wieder Kämpfe dazwischen gekommen. „Man muss sich Zeitfenster schaffen, dann will doch wieder irgendwer schießen. Eigentlich plant man alles dreimal“, sagte René Pajer. Das Wasser werde vor Ort an geheimen Orten gelagert, um es vor Angriffen zu schützen. „Da merkt man, was eigentlich das Ziel ist: Die Zermürbung der Bevölkerung“, sagte Pajer.

Die Wasserlieferungen bleiben bei Weitem nicht die einzigen Hilfslieferungen der Hardcore Help Foundation. In der Lagerhalle stapeln sich Kartons und Kisten, viele sind mit „Ukraine“ beschriftet. Nicht nur die Geldspenden, die der Verein Wir für Lüdenscheid gemeinsam mit der Caritas gesammelt hat, sondern auch die vielen Sachspenden wurden aufgeteilt. Ein Teil ist bereits vor Wochen mit den Transporten der Sauerländer Jungs in die Ukraine gefahren, der andere Teil ist bei der Hardcore Help Foundation geblieben und wird bald bei den vom Krieg betroffenen Menschen ankommen.

Für den Verein Wir für Lüdenscheid ist die Spendenaktion zunächst beendet. Es gebe jedoch weitere Projekte und auch die Sauerländer Jungs sollen weiterhin unterstützt werden. Auch Spenden an die Caritas und die Hardcore Help Foundation kommen weiterhin an. „Wir sind dankbar für die Hardcore Help Foundation und ihre Kontakte. So kommt die Hilfe immer dort an, wo es grade brennt. Es ist eine dynamische Lage und noch lange nicht vorbei“, sagte Stefan Hesse von der Caritas.

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