Phoenix Feinbau wächst und investiert

Dr. Jens Heidenreich im Werkzeugbau. Die eigentliche Fertigung findet aus Gründen der Präzision in klimatisierten Räumen statt.

Lüdenscheid - Rund zehn Millionen Euro Investitionen in jedem Jahr. Und zwar aus Eigenmitteln, bankenunabhängig. „Liquidität vor Wachstum“ sei Unternehmensphilosophie der Gesellschafter. Wenn Dr. Jens Heidenreich, Geschäftsführer von Phoenix Feinbau im Wefelshohl über das Unternehmen spricht, klingt das nicht überheblich. Aber selbstbewusst.

730 Mitarbeiter erwirtschaften in Lüdenscheid einen Umsatz von 144 Millionen Euro jährlich. Dr. Heidenreich spricht zwar von einem „Mauerblümchendasein“, doch die Kennzahlen geben das nicht her. Phoenix sei „mittelständisch geprägter Global Player“, weltweit geht es um einen Umsatz der Gruppe von 1,64 Milliarden Euro und 13 000 Beschäftigte. Unabhängigkeit verschafft sich Phoenix zudem durch die Fertigungstiefe vom Werkzeugbau bis zur industriellen Montage der Bauteile.

Den Wachstumskurs in Lüdenscheid wolle man auch weiter durchhalten, erläuterte Dr. Heidenreich gestern im LN-Gespräch. Vier Punkte stehen aktuell auf der Agenda:

- Im Juli geht ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk in Betrieb zur Versorgung mit Strom, Kälte und Wärme. Mit einer Leistung von zwei Megawatt könnten rund 500 Einfamilienhäuser versorgt werden. Durch den Gasbetrieb reduziert man den Ausstoß von CO2.

- Lüdenscheid ist Standort als Technologiezentrum Galvanik innerhalb der Gruppe. Geplant ist die Erweiterung der bestehenden Bandgalvanik im August und die Integration der Galvanisierung mit Gold. Damit wird die Unabhängigkeit von Lohnfertigern gestärkt und die Wiederbeschaffungszeit verkürzt.

- Grund zum Feiern gibt es Richtung Jahresende. Phoenix wird 75 Jahre alt und plant eine Tagesveranstaltung mit Gesellschafter-Familien der Unternehmensgründer, geladenen Gästen und natürlich einer Feier für die Beschäftigten als interne Abendveranstaltung.

- Im ersten Halbjahr 2015 soll die neue Ausbildungswerkstatt an den Start gehen. Sie wird von aktuell 350 auf 800 Quadratmeter erweitert, soll moderner gestaltet werden und mehr Ausbildungsplätze auf hochaktuellem Technik-Standard bieten. Eigens für die Ausbildung wird eine Fräsmaschine für rund 160 000 Euro angeschafft. Zehn Auszubildende werden jährlich aufgenommen, verstärkt bietet Phoenix auch Verbundstudiengänge an.

Phoenix Feinbau fertigt metallische Stanz- und Stanzbiegeteile sowie Kunststoffteile zur Herstellung elektromechanischer Komponenten für die Elektro-, Elektronik- und Automobilindustrie.

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