Mittelalterfest lockt in die Altstadt

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Großer Andrang herrschte den ganzen Nachmittag über beim Schürfen nach Gold und Edelsteinen.

Lüdenscheid - Buntes Treiben auf dem Graf-Engelbert-Platz, in den Gassen drumherum und rund um die Erlöserkirche: Das dritte Mittelalterfest des Lüdenscheider Altstadtvereins sorgte am Sonntag für zufriedene Gesichter bei Veranstaltern, Mitstreitern und bei den zahlreichen Besuchern, die sich für den sonntäglichen Altstadtbummel entschieden hatten.

Sigrid Schroeder, der Vorsitzenden des Altstadtvereins, war schon am Nachmittag die Freude über den Erfolg anzusehen. „Ich habe mit allen Akteuren gesprochen. Alle sind zufrieden“, sagte sie. Die ersten Essensstände waren zu diesem Zeitpunkt bereits ausverkauft. Das große Glück für die Veranstalter war es, dass es lange Zeit trocken blieb, auch wenn das kühle, windige Wetter alles andere als sommerlich war. Mit entsprechender Kleidung ließen sich die Lüdenscheider – und etwaige Gäste aus dem Umland – davon nicht unterkriegen.

Gleiches galt für die meist in mittelalterliches Gewand gekleideten Akteure des Festes. Quer durch die Altstadt zogen sich die Stände und das Programm, das Groß und Klein anzog. Mittelpunkt war der Graf Engelbert-Platz, mit einer ganzen Reihe von Essensständen, betrieben von verschiedenen Gastronomen und dem Altstadtverein. Dazu bot der Brügger Schützenverein die Möglichkeit, Bogenschießen auszuprobieren. Dabei konnten sich Kinder und Erwachsene gleichermaßen messen. Aufgebaut war eine Bühne, die sich die Theatergruppe „die Pömpler“ mit den Musikern von „Musica Fatale“ teilte. Außerdem zog die junge Naelah Aysanoglu die Zuhörer mit ihrem Harfenspiel an. Die „Pömpler“ zeigten das Stück „Die Legende vom Medardusbrunnen“, das auf einer alten heimischen Sage beruht.

Das Mittelalterfest in Bildern

3. Altstadt-Mittelalterfest

In den Gassen rund um die Erlöserkirche konnten die Besucher allerlei altes Handwerk erleben und zum Teil selbst aktiv werden. Vor allem für Kinder wurden Aktionen geboten, angefangen vom Schürfen nach Gold und Edelsteinen über Filzen bis zum Gestalten von Schmuck aus Draht. Die Waldschule des Hegering lud unter anderem dazu ein, Früchte und Laub von Bäumen einander zuzuordnen. Günter Kirschbaum aus Brügge zeigte, wie man das Korbgeflecht antiker Stühle repariert. Ferdinand Rentmeister aus Eslohe fertigte Bürsten an. Imker Matthias Rentrop aus Altena hatte in einem Schaukasten ein ganzes Bienenvolk als Attraktion mitgebracht. Mittelalterlicher Kopfschmuck, Weidenkörbe und Drechselarbeiten waren nur einige der weiterhin gezeigten Handwerke. - Bettina Görlitzer

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