Live in London dabei

Lüdenscheid-Süd-Mitglieder beim CL-Finale

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Noch ist fraglich, ob Mario Götze für den BVB am 25. Mai auflaufen kann. So oder so - die Lüdenscheider BVB-Anhänger werden "ihren" Verein direkt vor Ort anfeuern.

LÜDENSCHEID - Die Hysterie um Tickets für das Champions-League-Finale am 25. Mai in London ist so riesig, dass die beiden Lüdenscheider BVB-Anhänger, die in der Verlosung jetzt drei Karten ergatterten, lieber ungenannt bleiben wollen.

Von Thomas Hagemann

„Wer weiß, was uns sonst blüht“, sind sich die Mitglieder des Fanclubs „Lüdenscheid-Süd“ einig. Das teuerste Ticket für exakt 250 Euro in der zweithöchsten Kategorie hat ein Vorstandsmitglied erhalten – oder besser: die Zusage dafür.

Erst wenn das Geld überwiesen ist, schickt ihm der BVB das begehrte Stück Papier zu, das dann allerdings für das Zehnfache über die Online-Theke gehen könnte. „Die Preise im Internet sind Wahnsinn“, berichtet der Glückliche. „Aber ich will mit der Karte keinen Reibach machen, sondern live beim Finale dabeisein.“

Nach London geflogen wäre er sowieso, sagt er, auch wenn es mit dem Losglück nicht geklappt hätte: „Dann hätte ich mich da in einen Pub gesetzt.“

Es sei schon schlimm genug gewesen, dass er 1997 nicht dabei war, als der BVB gegen Juventus Turin in München den Henkelpott holte. Damals standen noch Namen wie Möller, Riedle, Chapuisat oder Ricken an der Anzeigetafel. Im Wembleystadion gegen die Bayern sollen es Reus, Lewandowski und vielleicht auch Götze richten.

Die Lüdenscheider BVB-Fans sind jedenfalls sicher, dass es klappt: „Die Bayern haben auch ihr ,Finale dahoam’ knapp verloren, warum sollte das in Wembley anders sein?“

Die Flüge seien jedenfalls schon gebucht. Am Spieltag, einem Samstag, geht es ab Dortmund mit Ryanair zu einem etwas entlegeneren Flughafen bei London, von dort aus dann mit dem Zug in die City. Auch das Hotelbett steht satte 15 Kilometer vom Spielort Wembley entfernt – „aber Schlaf kriegen wir sowieso nicht“, rechnen die Lüdenscheider fest mit einer rauschenden schwarzgelben Siegesnacht in der britischen Metropole. Am Sonntag geht’s dann retour, „mit dem Pott im Gepäck“.

Die weniger Glücklichen im Club, der sich als solcher vergeblich um Tickets beworben hatte, wollen das Spielgeschehen in ihrem langjährigen Clubheim verfolgen: Das Steakhaus Piepersloh sei schon gegen Real „rappelvoll“ gewesen, berichten sie. Auch in Spanien waren indes Mitglieder von „Lüdenscheid-Süd“ im Stadion: Piepersloh ist eben überall, wenn’s für den BVB ums Ganze geht. Daheim wird indes nicht nur im Vereinsheim von „Lüdenscheid-Süd“ im Rudel geguckt.

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