Alle Jahre wieder: Böller-Müll stadtweit

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Parkstreifen an der Volmestraße in Brügge.

Lüdenscheid - „Auf dem Rathausplatz war es ganz schlimm“, sagt Frank Wiemer. „Die gesamte Fläche war mit Böllerresten übersät.“ Hier hatten die Mitarbeiter des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL) am meisten zu tun, um die Überbleibsel der Silvesternacht zu beseitigen.

Geballte Kracher auf der Altenaer Straße.

„Alle Jahre wieder“, kommentiert der STL-Bereichsleiter für die Straßenreinigung und den Winterdienst die Auswirkungen, die der Jahreswechsel und die damit verbundenen Feuerwerke nun einmal mit sich bringe. Auf öffentlichen Plätzen sehe das immer gewaltiger aus, weil sich da keiner verantwortlich fühle, die zerplatzten Böller oder Raketenreste wieder mitzunehmen und zu entsorgen. „Wir reinigen die Straßen nach Plan, reduzieren höchstens mal dort, wo zweimal wöchentlich gereinigt wird vorübergehend auf einmal, um wiederum Luft für andere Abschnitte zu haben.“

Viele machten auch selbst sauber vor ihrer Haustür. „Das ist teilweise vorbildlich, und so sollte es ja auch sein“, schert Wiemer bei weitem nicht alle Lüdenscheider über einen Kamm.

Umgekippte Container an einer Wertstoff-Sammelstelle.

Der STL könne ansonsten zurzeit nicht alle Kehrmaschinen zur Reinigung einsetzen, da sie bereits für den Winterdienst umgerüstet seien. Sollte das Wetter in der nächsten Woche mitspielen, ließen sich die letzten Reste aber wohl in einigen Tagen beseitigen, und der Spuk sei wieder vorbei. Etwas sauberer sei es im Vergleich zu den vergangenen Jahren aber schon geworden, da oft auch Batterien aus Blöcken gezündet würden, die kompakter seien und nicht so viele kleine Reste hinterließen. Dennoch sah’s auf den Straßen im Stadtgebiet zum Teil übel aus, weil vieles achtlos liegen gelassen wurde. Selbst leere Sektflaschen standen am Neujahrsmorgen noch an den Straßenrändern. Mit einem bisschen guten Willen hätte der STL jedenfalls weniger Arbeit gehabt.

Von Martin Messy

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