Minister lobt die Stärken der Region Südwestfalen

Dirk Glaser moderierte die kurze Talkrunde, in der Friedhelm Schulte, Hans-Joachim Hagebölling, Harald Rutenbeck und Prof. Dr. Erwin Schwab (v.l.) Regionale-Projekte vorstellten.

LÜDENSCHEID ▪ Rund 20 Minuten hatte NRW-Wirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger am Montagabend für seinen Vortrag beim Wirtschafts-Dialog der Südwestfalen-Agentur und dabei sparte er nicht mit Lob – Lob für die Stärken der Region und Lob für das, was im Rahmen der Regionale 2013 bereits angestoßen wurde.

Vor rund 120 Vertretern aus den Kommunen und Kreisen sowie der Wirtschaft Südwestfalens in der Firmenzentrale der Firma Kostal in Lüdenscheid (wir berichteten) standen die Regionale 2013 und die Zukunftssorgen der Wirtschaft im Mittelpunkt der Wortbeiträge.

Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel waren, wie schon in vielen ähnlichen Diskussionen, die wichtigsten Punkte.

Junge Menschen in der Region zu halten oder dorthin zu locken – das ist für alle Projekte der Regionale, in denen sich Wirtschaft engagiert, ein Hauptmotivationsfaktor. Junge Leute entschieden sich in der Regel im Alter von 14 bis 16 Jahren dafür, wo es für sie beruflich hingehen solle, meint der Minister als Hauptredner des Abends: „Da müssen Sie präsent sein.“ In diesem Zusammenhang bezog er klar Stellung zur Lüdenscheider Denkfabrik, für die es bislang noch keine konkrete Förderzusagen gibt: „So etwas brauchen wir.“

Voigtsberger betonte, dass die Kooperation mit der Wirtschaft eine Besonderheit der Regionale in Südwestfalen sei. „Seit Jahrtausenden ist diese Region erfolgreich und innovativ“, sagte der Minister im Hinblick auf die industrielle Geschichte. Die Regionale sei eine Chance, dafür zu werben, dass es in Südwestfalen nicht nur eine schöne Landschaft, sondern auch eine urbane Wirtschaftsstruktur gebe. „Sie sind mit vielfältigen und ungewöhnlichen Projektideen auf einem für die Region guten Weg.“

Auch Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann stellte sich hinter die Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungsträgern, Politik und Verwaltung. Gemeinsam müsse es gelingen, die Abwanderung junger Menschen einzudämmen. Vier der Regionale-Projekte, bei denen sich die Wirtschaft engagiert, wurden bei einer Talkrunde mit Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur, vorgestellt. Hans-Joachim Hagebölling (Branchenkompetenzen Südwestfalen), Prof. Dr. Erwin Schwab (Automotive Kompetenzregion Südwestfalen), Friedhelm Schulte (Werkzeugbauinstitut Südwestfalen) und Harald Rutenbeck (Wirtschaft für Südwestfalen) stellten dabei kurz die Inhalte und Ziele ihrer Projekte vor. ▪ gör

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