Minigolfer bangen um ihre Anlage

Lüdenscheid - Die Zukunft der einzigen Minigolf-Anlage der Kreisstadt ist ungewiss. Der Vorstand des MC62, vor 51 Jahren auf dem Schützenplatz Loh gegründet und mit seinen Bahnen seit rund 40 Jahren auf dem Gelände der Sportklinik ansässig, hält seit Mittwoch die fristgerechte Kündigung seines Vermieters in den Händen. Die Sporthilfe NRW, Träger des Krankenhauses, plant offenbar größere Baumaßnahmen, die mit dem Spielbetrieb der Minigolfer kollidieren.

So „geschockt und traurig“ die Mitglieder des Clubs laut Geschäftsführer Volker Bogdahn auf das Einschreiben reagiert haben, so sehr bemüht sich Klinik-Geschäftsführer Michael Koke um Ausgleich. „Wir wollen die Minigolfer nicht loswerden, auch wenn die Kündigung diesen Anschein erweckt“, sagt Koke im LN-Gespräch. Sein Haus sei „dabei, sich zu verändern“, und dazu gehörten auch diverse Baumaßnahmen. Die Kündigung sei zunächst ausgesprochen worden, „um Formalien einzuhalten“.

Einzelheiten zu Bauvorhaben will der Klinik-Chef noch nicht nennen, „dazu ist es noch zu früh“, aber Bauanträge seien schon gestellt, so Michael Koke. In den nächsten Wochen will sich der Geschäftsführer mit dem MC62-Vorstand um seinen Vorsitzenden Hermann Wolff treffen und die weiteren Schritte abstimmen.

Außer einer Komplettschließung kommen derzeit offenbar auch eine Verkleinerung oder eine Verlagerung der Minigolf-Anlage innerhalb des Geländes der Sportklinik in Betracht. Koke: „Wir werden uns eng mit dem Club abstimmen, und wir werden eine gemeinsame Lösung finden.“ MC62-Geschäftsführer Volker Bogdahn gibt sich vorsichtig abwartend. „Zunächst haben wir die Kündigung auf dem Tisch.“ Über die Zukunft könne derzeit nichts weiter gesagt werden – außer: „Die Anlage steht der Öffentlichkeit erst mal nicht mehr zur Verfügung.“

Der MC62 hat mehrere Jahre auf Bundesliga-Ebene gespielt und im vergangenen Jahr auf der Heimanlage die Westdeutschen Meisterschaften ausgetragen. Titelträger ist ein Urgestein des Clubs: Klaus Pondruff. Er kümmert sich um die Ausleihe von Schlägern und Bällen.

Olaf Moos

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