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Millioneninvest für neues Kreishaus: Der erste Spatenstich ist gesetzt

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Von: Julian Witzel

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Kreishaus-Neubau Lüdenscheid
Landrat Marco Voge (Mitte) setzt mit (von links nach rechts) Guido Thal (Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung), Manfred Fischer (Regiebetriebsleiter Gebäudemanagement), Hubertus Schulte-Filthaut (Vorsitzender des Bau- und Straßenausschusses),Kai Budde (Fachdienstleiter der Ausländerbehörde), Linus Wortmann (KKW-Architekten) und Mark Kriesten (Tiefbauunternehmen Kriesten) zum Spatenstich an. © Julian Witzel

Das Thermometer zeigt bereits in den Morgenstunden im Schatten des Kreishauses 26 Grad. Entsprechend positiv gestimmt ist auch Landrat Marco Voge (CDU), der mit der Führungsspitze der Kreisverwaltung den offiziellen Spatenstich für den Anbau des Kreishauses setzt.

Lüdenscheid - „Dieses Ereignis hätte einen gebührenderen und größeren Rahmen verdient gehabt“, sagt Voge. Denn ein Anbau mit einer Investitionssumme in Höhe von 16,5 Millionen Euro werde schließlich „nicht alle Tage gebaut“.

Zu den Zahlen und Fakten: Der Anbau am Kreishaus in Lüdenscheid erfolgt auf einer Bruttogrundfläche von rund 5600 Quadratmetern und soll 2023 fertiggestellt sein.

Das Gebäude wird viergeschossig gebaut und auf zwei Ebenen an das Bestandsgebäude angebunden. Im Untergeschoss entsteht eine offene Tiefgarage mit 32 Stellplätzen. Im Erd- sowie im ersten Obergeschoss wird zukünftig die Ausländerbehörde angesiedelt sein.

Im zweiten Obergeschoss wird es nach der Fertigstellung zeitgemäße Tagungsmöglichkeiten, einen neuen Sitzungssaal sowie weitere Büroflächen geben. 95 Arbeitsplätze sollen im Erweiterungsbau angesiedelt werden, alle Geschosse barrierefrei erreichbar sein. Bereits fertiggestellt ist das neue Parkdeck entlang der Heedfelder Straße mit 80 neuen Stellplätzen, das seit mittlerweile drei Wochen nutzbar ist (wir berichteten).

Zudem wird es eine Dachbegrünung und eine Photovoltaikanlage geben, das gesamte Konzept sei „state of the art“ (Voge) und würde dem Zeitgeist entsprechen, das Thema Nachhaltigkeit vermehrt in den Fokus zu rücken.

„Klimaschutz wird groß geschrieben“, erklärt dazu der Landrat. Des weiteren wird bei dem Anbau eine Gas-Absorbtionswärmepumpe mit Geothermie als regenerative Energiequelle, eine Passivkühlung über Erdsonden, eine Rückhaltungsanlage für Regenwasser, moderne LED-Technik sowie Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung gebaut.

Durch den Anbau bestehe die Möglichkeit, die einzelnen Fachdienste zusammenzuführen und die Besucherströme besser zu lenken. Dennoch werde kein einziges Zimmer im bestehenden Gebäude künftig leerstehen. „Es gibt genug Begehrlichkeiten“, betont Voge, der auch optimistisch ist, dass der bauliche Zeitplan und damit die Fertigstellung des Anbaus für das Jahr 2023 eingehalten werden kann. „Ich hoffe auf milde Winter“, sagt Voge, der damit auch die Hoffnung verbindet, dass die Baukosten nicht zusätzlich steigen.

„Das Thema Baustoffknappheit gibt es natürlich. Aber ich bin optimistisch, das müsste gut funktionieren. Ich freue mich sehr auf die Arbeit und das Projekt“, sagt dazu der leitende Architekt Linus Wortmann (KKW Architekten, Lüdenscheid). Die nächsten drei Wochen stehen weitere Arbeiten für den Erdaushub an. Dann erfolgen die Fundamentarbeiten.

Für die Arbeiten wäre es von Vorteil, wenn das Thermometer auch in den kommenden Wochen hohe Temperaturen anzeigt. Aber nur milde Winter können dafür sorgen, dass wirklich im Jahr 2023 die Einweihung gefeiert werden kann und die Baukosten nicht weiter steigen.

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