1,6 Millionen Euro mehr für neue Straßendecken

Rund 1,6 Millionen Euro will die Stadt in den kommenden drei Jahren zusätzlich in neue Straßendecken investieren.

LÜDENSCHEID ▪ Mit jeweils gut 500.000 Euro zusätzlich sollen in den kommenden drei Jahren die 30 schlimmsten Straßendecken im Stadtgebiet erneuert werden. Darauf einigten sich die Spitzen der Lüdenscheider Ratsfraktionen in einer gemeinsamen Sitzung. Zu der Frage, welche Straßendecken wann saniert werden, habe die Stadtverwaltung eine Vorschlagsliste erarbeitet, hieß es weiter.

Es könnten jedenfalls nicht alle Straßen bedacht werden, die es eigentlich nötig hätten. Auch fehle für Sanierungen von Grund auf weiterhin das Geld. So sollen nun lediglich Decken erneuert werden. Das geht zwar auf Kosten der Haltbarkeit, zugleich aber müssen Anlieger nicht befürchten, für die Reparaturarbeiten mit herangezogen zu werden. Die Fraktionschefs sorgten am Montag mit einer Dringlichkeitsentscheidung aber immerhin dafür, dass die Mittel jetzt tatsächlich schon bereit stehen. Bereits im Sommer sollen die ersten Arbeiten beginnen.

Aufgrund des schlechten Gesamtzustandes der Lüdenscheider Straßen sei man sich einig gewesen, dass zusätzliches Geld für die schlimmsten Buckelpisten bereitgestellt werden sollen, hieß es gestern. Diese Einigkeit verwundert nicht: Zum einen hatte sich die Ratsmehrheit aus SPD, FDP und Grünen zuletzt für die Straßen stark gemacht, während die CDU schon seit längerem eine Aufstockung der Mittel für diesen Zweck fordert. Die Union hatte die Ampel zuletzt auch dafür attackiert, dass sie sich jetzt als „Retter der Straßen aufspielt“, während man die CDU-Vorschläge regelmäßig abgelehnt habe.

Tatsächlich war das Straßenbau-Budget des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL) in den letzten Jahren im Zuge der städtischen Sparmaßnahmen mehrfach gekürzt und durch Mehraufwendungen in anderen Aufgabenbereichen zusätzlich belastet worden.

Das frische Geld stammt nun aus Instandhaltungs-Rückstellungen, die von der Kämmerei nach verwaltungsinterner und politischer Abstimmung für 2012 gebildet worden waren. Die Rückstellungen dokumentieren, dass im Ursprungsjahr dringend erforderliche Instandhaltungen unterblieben und nachzuholen sind.

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