Fall Handweiserstraße

Mietern im MK droht Zwangsräumung - kommt jetzt die Rettung in letzter Sekunde?

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Zwischen den beiden Hochhäusern an der Handweiserstraße sollen eine Rampe und eine Aufstellfläche für Feuerwehrfahrzeuge entstehen.

Lüdenscheid - Die Karre schien fest im Dreck zu stecken, aber im Fall Handweiserstraße zeichnet sich nun eine Lösung ab.

In einem Gespräch im Rathaus einigten sich Vertreter der Stadtverwaltung und Feuerwehr-Chef Martin Walter mit Architektin Barbara Hemicker gestern Vormittag darauf, für die Feuerwehr so schnell wie möglich eine Rampe und eine Aufstellfläche zwischen den beiden Hochhäusern zu schaffen. 

Spätestens zum 27. Juli – Stichtag für die drohende Zwangsräumung von sechs Wohnungen – soll der Bau erledigt sein. Das bedeutet für die betroffenen Mieter, dass die Evakuierung aller Voraussicht nach vom Tisch ist. 

Fall Handweiserstraße: Lösung noch nicht vertraglich abgesichert

Vertraglich abgesichert ist die Lösung noch nicht. Heute wollen die Beteiligten das mit ihren Unterschriften jedoch auch rechtlich in trockene Tücher packen. Roland Desens als Sprecher der Mieter sagt: „Das ist super – und genau das, was wir uns gewünscht haben.“ 

Vorausgegangen waren zähe Verhandlungen zwischen der Wohnungsverwaltungs-Gesellschaft R & S und der Stadt. Offensichtlich hat Bürgermeister Dieter Dzewas den Fall Handweiserstraße zur Chefsache erklärt. Jedenfalls nahm er am Mittwoch an einem Ortstermin teil, bei dem bereits erste Lösungsansätze entwickelt wurden. 

Inhaltlich will sich die Verwaltung erst heute zu der Entwicklung äußern. Klar ist aber, dass die von Architektin Hemicker ins Spiel gebrachte provisorische Lösung – Bau eines gerüstähnlichen externen Treppenhauses – keine Rolle mehr spielt. Stattdessen sollen bereits heute die Bagger anrücken, damit der Rampenbau sofort beginnen kann. 

Drohende Zwangsräumung: Mieter haben Gebühren gezahlt

Nach Angaben von Roland Desens haben die Mieter die Gebühren und Auslagen von mehr als 100 Euro jeweils entrichtet und hoffen nun auf eine Rückerstattung. Stadtpressesprecher Sven Prillwitz kündigte gegenüber den LN an, die Behörde wolle prüfen, ob und auf welchem Wege das Geld zurückgezahlt werden kann. 

Desens: „Wenn erstattet wird, ist die Sache für uns erledigt.“ Wenn nicht, bleibe nur, gegen den Bescheid ein Widerspruchsverfahren beim Verwaltungsgericht anzustrengen.

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