Keine Preiserhöhung seit 1982

Das Vokalensemble Intermezzo im Kulturhaus – dort sind die Preis seite fünf Jahren stabil.

LÜDENSCHEID - Wenn ein Lüdenscheider Chor ein Konzert vorbereitet, ist die Frage nach der Größe des Saales und dessen Mietpreis nicht unerheblich. Für die kleineren Chöre sei der Preis für die städtischen Säle nicht mehr zu stemmen, ließ kürzlich der Gemischte Chor Wesselberg bei seiner Jahreshauptversammlung verlauten.

Nur bedingt richtig, heißt es dagegen seitens der Stadt. Denn die Preisgestaltung für die Säle, für die die Stadt verantwortlich ist, liegt mitunter 30 Jahre zurück. Und im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) sind freiwillige Leistungen nicht mehr erlaubt. So stammt beispielsweise die Saalmiete für die Scholl-Aula für 250 Plätze und vier Stunden Nutzung mit rund 140 Euro aus dem Jahr 1982 und ist seitdem nicht verändert worden. Enthalten waren darin bereits die Energiekosten. „Und die sind beachtlich gestiegen“, so Marit Schulte von der städtischen Pressestelle, „inzwischen ist das für uns zum Minusgeschäft geworden, und das ist laut HSK nicht erlaubt.“ Nicht nur die Energiekosten werden angepasst, auch Kosten für Hausmeistertätigkeiten wie beispielsweise die Bestuhlung werden künftig mit eingerechnet. Ähnlich sieht’s mit der Nutzung des Foyers der Museen aus. 2001 kostete die Miete dort für vier Stunden 383 Euro, heute liegt sie unbestuhlt bei 450 Euro, was einer Erhöhung um weniger als 70 Euro in 14 Jahren entspricht. Bestuhlt allerdings kostet das Foyer bei hundert Gästen bereits 600 Euro.

Im großen Saal des Kulturhauses sind die Preise seit 2009 die gleichen: 330 Euro mit Bühnenbenutzung für vier Stunden für gemeinnützige Vereine aus Lüdenscheid. Die Garderobenhalle ist seit Jahren für 108 Euro zu haben. Noch günstiger geht’s im Kammermusiksaal. Seit 2001 bezahlt man dort je angefangene Stunde 76 Euro – die Benutzung des Flügels ist da allerdings nicht mit drin. - rudi

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