Ein Unternehmen wie jedes andere

Mietausfälle durch Lockdown im MK: November- und Dezemberhilfen für den Totalausfall 

Geld Symbolbild
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Überbrückungshilfen gab es für das Vermietungsgeschäft im Kulturhaus.

38 051 Euro und vier Cent Überbrückungshilfe erhielt die Stadt Lüdenscheid für das Kulturhaus aus der sogenannten Novemberhilfe. Das geht aus einer Anfrage der Christdemokraten hervor, die in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Form einer Liste beantwortet wurde.

Die CDU wollte unter anderem wissen, welche Anträge bereits im Rahmen der Corona-Konjunkturpakete und Förderprogramme durch die Stadt Lüdenscheid gestellt worden sind.

Dabei wurde neben nicht bewilligten Anträgen wie beispielsweise die Umkleide am Nattenberg oder auch die erneute Antragstellung einschließlich laufender Verfahren das Kulturhaus unter die Lupe genommen. Beantragt, so heißt es, wurde die Novemberhilfe am 7. Dezember. In rekordverdächtiger Geschwindigkeit konnten bereits am 8. Dezember 10 000 Euro Abschlag, ein weiterer Abschlag in Höhe von 9025 Euro am 10. Januar und eine Abschlusszahlung in Höhe von 19 025 Euro am 29. Januar verbucht werden.

Auch für die Überbrückungshilfe im Dezember durfte ein Antrag gestellt werden (23 931 Euro), Abschlagszahlungen über 10 000 Euro erfolgten Mitte Januar. „Im November und Dezember fiel das ausgefallene Vermietungsgeschäft im Kulturhaus unter die Kriterien für die Überbrückungshilfe“, erklärt Stadtpressesprecherin Marit Schulte. Da wäre das Kulturhaus in Sachen Vermietungsgeschäft und dessen Totalausfall durch den Lockdown wie jedes andere Unternehmen behandelt worden. Für Januar sei das nicht mehr möglich, da die Kriterien für die Überbrückungshilfe geändert worden seien.

„Theater in Bewegung“

Die finanziellen Verluste aus dem laufenden Spielbetrieb werden durch das Programm „Theater in Bewegung“ aufgefangen. Zur Unterstützung der Wiederaufnahme der Arbeit der Gastspieltheater legte die Bundesregierung im vergangenen Jahr ein Programm in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro auf, als Teil des Zukunftspakets „Neustart Kultur“.

Gastspieltheater wie das Kulturhaus können daraus Fördermittel für den Betrieb erhalten. Da eine Wiederaufnahme des Gastspielbetriebs angesichts der deutlich begrenzten Zuschauerzahlen vielfach aus eigener Kraft nicht finanzierbar ist, unterstützt die Bundesregierung kleine Theater mit dem eigenen Förderprogramm. Erarbeitet wurde „Theater in Bewegung“ in Kooperation mit der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (Inthega), dem Projektträger des Programms. Dorthin werden auch aus Lüdenscheid Anträge geschickt. Ist ein Gastspiel geplant und kann nicht durchgeführt werden, werden die Kosten auf beiden Seiten geteilt und erstattet. Ziel ist dabei auch das Fortbestehen der Tourneetheater.

So konnte man im Lüdenscheider Kulturhaus über das Inthega-Förderprogramm bereits eine zugesagte Zuwendung in Höhe von 200 000 Euro erwirken. Die Förderzusage erfolgte am 22. Januar, eine erste Auszahlung der Zuwendungen wird für diesen Monat, spätestens April erwartet, da der erste Abrechnungszeitraum noch bis zum 28. Februar lief.

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