Trotz Bild-Meldung

Wendler: Doch Australien statt Lüdenscheid

Auch wenn es in der Bild stand: Michael Wendler wird am 1. Februar definitiv nicht im Lüdenscheider Saitensprung auftreten.

Lüdenscheid - In „Unser Zelt auf Westerland“, dem Titel der Single, die Michael Wendler am 17. Januar veröffentlichte, wird er wohl eher nicht umziehen. Bedeckt, ein knappes Grad und die Temperatur-Tendenz eher fallend. Aber im australischen Dschungel hat’s ihm dann ja wohl auch nicht so gefallen, wie die 7,8-Millionen-Fangemeinde in der Nacht zu Dienstag erleben konnte.

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Der Wendler: Lüdenscheid statt Dschungel?

Was die gigantische Fangemeinde allerdings jetzt kennt,ist Lüdenscheid. Denn dort, so hieß es mehrfach während der Ausstrahlung am Montagabend, tritt „der Wendler“ am 1. Februar im „Saitensprung“ auf. Was allerdings merkwürdig anmutete, denn immerhin wird am gleichen Abend dem Dschungelkönig die Krone aufgesetzt. Und rein theoretisch hätte das ja auch Michael Wendler sein können, bis..., tja bis der Partykönig, der schon mehrfach in Lüdenscheid sang, Dienstagnacht das Handtuch warf – er hätte jetzt Hunger und hielte das nicht mehr aus. „Weichei“, „Würstchen“, „Wendy“ und „König der Lappen“ – der Shitstorm, der auf der Wendler’schen facebook-Seite entbrannte, war unvermeidlich.

"Wendler hat in der Szene das Bad-Boy-Image"

 „Wir haben es in die Bild geschafft. Leider mit einer Falschmeldung. Michael Wendler ist am 1. Februar nicht bei uns! Wir hoffen, ihr kommt trotzdem und feiert mit uns gemeinsam“, ist im gleichen Portal auf der „Saitensprung“-Seite zu lesen. Zu weiteren Auskünften war Marco Scholz als Geschäftsführer der Discothek nicht bereit – er sei im Skiurlaub. Ein gigantischer Wendler’scher Werbegag also, weil zufällig am Samstag das neue Wendler-Album erscheint? MK-Total-Schlagernachtorganisator Jürgen Wigginghaus kennt den Partylöwen von diversen Auftritten in Lüdenscheid. „Ich halte das für eine geniale Promotionkampagne. Wendler hat in der Szene das Bad-Boy-Image, Olaf Henning zum Beispiel nicht. Der ist halt normal, aber Michael Wendler hat ein Händchen für außergewöhnliche Auftritte, um auf sich aufmerksam zu machen. Beim ersten MK Total wurde der komplett abgeschottet, beim zweiten war er total nett. Ich habe den bei einem Konzert auf Gut Haarbecke als absolut freundlich und zugänglich erlebt. Der hat auch ‘ne normale Seite.“

Als Veranstalter sein man machtlos

Wenn Veranstalter Stars verpflichten, gibt es in den Verträgen Klauseln, dass Fernsehauftritte Vorrang haben. Wigginghaus: „Das ist ein normales Procedere, da ist man als Veranstalter machtlos. Das hatten wir zum Beispiel letztes Jahr mit Mickie Krause, der dann plötzlich nicht kommen konnte.“

Camp-Bewohner bis zum 2. Februar in Australien

Zeitgleich im australischen Dschungel schwitzen und auf der Bühne in Lüdenscheid stehen, das schafft auch nicht der Partykönig. Wendler-Manager ließ verlautbaren, dass die Camp-Bewohner, ob drinnen oder draußen, bis zum 2. Februar in Australien bleiben müssen. Also nix mit Lüdenscheid – vielleicht im nächsten Jahr zur Schlagernacht wieder.

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