Metaller aus drei Betrieben gemeinsam im Warnstreik

Zum Warnstreik vor dem Werkstor von Hueck Elspe kamen 300 Metaller aus drei Lüdenscheider Betrieben.

LÜDENSCHEID ▪ Mit 300 Beschäftigten aus drei namhaften Lüdenscheider Werken – Hueck, Swissmetal und Gerhardi – demonstrierte die IG Metall beim Warnstreik Dienstagvormittag in Lüdenscheid erneut den Willen, ihre 6,5-Prozent-Tarifforderung durchzusetzen.

„Wir haben in der Wirtschaftskrise alle verzichten müssen – jetzt, da es wieder brummt, wollen wir unseren gerechten Anteil!“ Mit dieser Forderung löste Gudrun Gebhardt, Zweite Bevollmächtigte der IGM im Kreisgebiet, vor dem Werkstor von Hueck Elspe ein lautstarkes Konzert aus Tröten und Trillerpfeifen aus. Sollte es am Freitag kein neues Angebot der Arbeitgeber geben, das deutlich über die bisher angebotenen 3 Prozent hinausgeht, „dann sehen wir uns in der nächsten Woche an der Streikfront wieder, denn dieses Angebot ist eine Unverschämtheit!“, rief Gebhardt.

Vorläufig aber soll die Warnstreik-Welle mit dem heutigen Aufruf an die Beschäftigten von Busch-Jaeger abebben. Sieht die Beteiligung am Freisenberg so aus wie erwartet, hätte die Gewerkschaft nach eigenen Angaben im Mai kreisweit 3500 Arbeitnehmer mobilisiert – 1000 allein bei Kostal an der Bellmerei, aber erstmals auch 500 beim Armaturenhersteller Grohe in Hemer.

Für die Jugend forderte IGM-Projektsekretärin Dinah Temme erneut unbefristete Übernahmen in Vollzeit-Arbeitsplätze nach der Lehre: „Was früher selbstverständlich war, gilt heute gerade noch für zehn Prozent aller jungen Leute“, schilderte sie. Und: „Mit einem Zeitvertrag kann man sich nichts aufbauen – nicht mal einen Mietvertrag kriegt man damit!“

Gegen die Leiharbeit als unterbezahlte Dauerlösung wetterte IGM-Sekretär Stefan Thalheim. Zum Abschluss sprachen die drei Betriebsratsvorsitzenden Holger Triebert (Hueck), Peter Rietschel (Swissmetal) und Werner Dubel (Gerhardi). Dann hieß es: „Zurück an die Maloche. Und gebt bitte die Westen zurück – die brauchen wir noch...“

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