Von Metall zum Saugnapf: Firma Schuster feiert Jubiläum

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Seniorchef Klaus Schuster (r.), seine Söhne Ralph (l.) und Frank Schuster (2.v.r.) freuen sich, das Jubiläum mit ihrem Team und vielen Gästen heute feiern zu können.

Lüdenscheid - Mit einem kleinen „Fabriksken“ an der Winkhauser Straße, einem Ein-Mann-Betrieb, fing Max Schuster 1938 an. Inzwischen ist aus dem Werkzeugbau für Stanz- und Biegeteile aus Metall ein Produzent für Kunststoffteile geworden. Mit Ralph und Frank Schuster ist die dritte Generation in das Unternehmen eingetreten. Vater Klaus Schuster ist ebenfalls noch mit an Bord.

Heute feiert die Familie mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Freunden und Nachbarn das 75-jährige Bestehen der Max Schuster GmbH & Co. KG auf dem Firmengelände am Drostenstück.

Produkte der Firma passen in wohl jeden Haushalt: Schuster ist einer von drei Herstellern von Saugnäpfen in Deutschland. Diese werden am Drostenstück in allen denkbaren Varianten gefertigt – zum Beispiel mit Haken oder mit Kabelschlitz. Handtuchhaken, Parkscheiben, Abflusssiebe, Griffelemente für Gartengeräte oder Verbindungselemente für Putzsysteme gehören genauso zum Portfolio wie Zubehörteile für den Lenkdrachensport oder Gehäuse für Torantriebe. Spezialisiert ist die Firma auf die Thermoplast-Verarbeitung im Spritzgussverfahren.

Seit Anfang der 1950er-Jahre produzierte Firmengründer Max Schuster auch für die Kunststoffindustrie. Fast zeitgleich wurde 1954 ein neues Firmengebäude am Drostenstück 18 gebaut. 1956 begann Klaus Schuster seine Lehre im elterlichen Betrieb. Das war die Zeit, in der Kunststoff immer mehr zum Schwerpunkt der Produktion wurde, bis 1966 endgültig das Ende der Metallproduktion eingeläutet wurde. Eigene Kunststoffprodukte – heute der Schwerpunkt – kamen in den 70er-Jahren dazu. Die Handtuchhaken „Hände und Füße“ wurden ein Renner, erinnert sich Klaus Schuster: „Davon haben wir 20 Millionen Stück im Jahr gefertigt.“ So musste die Firma dringend erweitern und 1979 wurde das zweite Gebäude am Drostenstück 29 bezogen. Ein Jahr später starb Max Schuster und sein Sohn Klaus übernahm die Firmenleitung. Bereits 1978 hatte Ralph Schuster seine Lehre im Familienbetrieb begonnen. 1994 ist mit Frank Schuster das erste Familienmitglied mit kaufmännischer Ausbildung in den Betrieb eingetreten.

Ihre Stärke als kleiner zertifizierter Familienbetrieb sehen die Schusters in ihrer Flexibilität. Kurzfristige Lieferungen und kleinste Losgrößen sind möglich. Auch werden Produkte gemeinsam mit den Kunden entwickelt – aber heute wird erst einmal das Jubiläum gefeiert. Anstelle von Geschenken bittet Familie Schuster um Spenden für die Hilfsaktion der Johanniter für die Flutopfer in Lorenzkirch. - Von Bettina Görlitzer

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