IG Metall wächst in den Unternehmen

IGM-Sekretäre: Stefan Thalheim, Adem Bulut, Bernd Schildknecht, Dinah Trompeter, Thorsten Schnabel und Kevin Dewald. - Hesse

LÜDENSCHEID - Ein Vierteljahr vor den Betriebsratswahlen sieht sich die IG Metall im Märkischen Kreis gut aufgestellt. „Wir wachsen in den Betrieben“, sagt der 1. Bevollmächtigte im Märkischen Kreis, Bernd Schildknecht.

LÜDENSCHEID - Ein Vierteljahr vor den Betriebsratswahlen sieht sich die „Wir wachsen in den Betrieben“, sagt der 1. Bevollmächtigte im Märkischen Kreis, Bernd Schildknecht.

Von Florian Hesse

Während die Mitgliederzahl mit rund 23 000 im letzten Jahr etwa konstant geblieben sei, habe man einen Zuwachs an aktiven Beschäftigten um rund 1500 verzeichnen können, hieß es am Montag im LN-Gespräch mit den hauptamtlichen Sekretären im Bezirk MK, sechstgrößter Verwaltungsstelle in NRW.

Diese Größe sei kein Selbstzweck, betont der Bevollmächtigte. „Wir müssen die Betreuung sicherstellen, egal worum es geht.“ Damit sprach er etwa 1700 Vertrauensleute und Betriebsräte in mehr als 250 Unternehmen im Märkischen Kreis an, die die eigentliche Arbeit leisteten und sich auf die Unterstützung der Verwaltungsstelle verlassen können müssten.

Den Zuwachs an aktiven Beschäftigten führt die IG Metall auf die grundsätzliche Bereitschaft zum Eintritt zurück, aber in gleicher Weise auf den Versuch, gezielt Firmen ohne Betriebsrat anzusprechen und Mitglieder und Mitarbeiter für die Gewerkschaft zu gewinnen. Unterstützung für die Stelle von Projektsekretärin Dinah Trompeter erhalten die Metaller im Kreis aus der Gewerkschaftszentrale in Frankfurt. Von dort hofft die heimische IG Metall im Sommer auch auf prominenten Besuch. Aller Voraussicht nach wird IGM-Bundesvorsitzender Detlef Wetzel im Sommer nach Lüdenscheid kommen.

Zentrales Thema bleibt für die IG Metall auch im neuen Jahr die „moderne Tarifarbeit“, wie es Schildknecht nennt. Gemeint sind befristet vom Flächentarifvertrag abweichende Regelungen zur Standortsicherung oder Investitionsförderung. 21 davon habe man in letzten Jahr getroffen mit namhaften Unternehmen wie Schnöring, Vossloh-Schwabe, Dura, Widi oder Hueck. Vier Mandate zu entsprechenden Verhandlungen lägen vor bei Le Bronze, Hertwig, Jung Boucke und Otto Fuchs, um investitionsbegleitende Maßnahmen im Sinne der Beschäftigten abzusichern.

Damit bleibe die Ausrichtung der IG Metall unverändert: „Es geht nicht nur um Lohnforderungen. Wir stehen für den Flächentarifvertrag, aber wir müssen Lösungen finden.“

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