Erinnerung an Vereinigungsverbandstag

70 Jahre IG Metall: Festakt in Lüdenscheid

+
Der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann trug sich im Beisein von Politikern und Funktionären in das Goldene Buch der Stadt ein.

Lüdenscheid - 70 Jahre ist es her, dass sich Metaller aus der britischen und amerikanischen Besatzungszone in der Lüdenscheider Schützenhalle trafen, um die Vereinigung der Industriegewerkschaft Metall als Einheitsgewerkschaft zu beschließen. An diesen Vereinigungsverbandstag erinnerten die Gewerkschafter am Sonntag mit einem Festakt im Bürgerforum des Lüdenscheider Rathauses.

Vom 19. bis zum 21. Oktober 1948 wurde in der Schützenhalle Gewerkschaftsgeschichte geschrieben, darin waren sich alle Redner einig. Denn diese Vereinigung war ein wichtiger Schritt für die Gründung der IG Metall für die Bundesrepublik Deutschland, die es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gab. 

Festredner war Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall in Deutschland, der sich am Rande der Veranstaltung in das Goldene Buch der Stadt eintrug. Hofmann ging in seiner Rede unter anderem auf die aktuellen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft ein, die sich unmittelbar auf die Beschäftigten auswirken. Es sei eine gesellschaftliche Aufgabe, Energiewende und Digitalisierung so zu gestalten, dass alle Arbeitnehmer in diesen strukturellen Wandel mitgenommen werden, und die, „die heute schon am Rande stehen, nicht auf der Strecke bleiben.“

Der DGB-Kreisvorsitzende Bernd Schildknecht, selbst lange Jahre IG Metall-Bevollmächtigter in Lüdenscheid und im Märkischen Kreis, erinnerte an die Entwicklung der Gewerkschaft in der Region, die von einem engen und direkten Kontakt zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern geprägt sei. Dadurch seien bereits viele individuelle Lösungen im Interesse beider Seiten gefunden worden, hatte auch Bürgermeister Dieter Dzewas in seinem Grußwort betont.

Schildknecht erinnerte zudem an die Gewerkschaften als Baustein eines demokratischen Miteinanders. Gerechtigkeit und Solidarität seien hohe Werte, „die nicht vom Himmel fallen.“ Dafür müsse man sich gemeinsam einsetzen: „Die Demokratie ist etwas Kostbares. Sie ist das Beste, was wir je auf deutschem Boden hatten.“

An die Reden schloss sich eine Diskussionsrunde zu den „Herausforderungen für die gewerkschaftliche Arbeit vor Ort“ an, moderiert von Holger Majchrzak. Neben Jörg Hofmann diskutierten Torsten Kasubke, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall im Märkischen Kreis, Maik Horn, Betriebsratsvorsitzender der Grohe AG in Hemer, und Christian Lepping. Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands der Metall- und Elektro-Industrie Lüdenscheid.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare