Auf Metal und Gothic folgt Akustikpop im Eigenart

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Die Iserlohner Band Leichenwetter um Gitarrist Dawe und Frontmann Numen rockte im Eigenart. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Von Heavy Metal und Gothic hin zu akustischem Poprock: Gegensätzlicher hätte der Kontrast des musikalischen Live-Programms im Eigenart am Sonntag wohl kaum sein können.

Zum einjährigen Jubiläum der Partyreihe „Darkside“, bei der die Anhänger der schwarzen Szene einmal pro Monat zu Gothic, Darkwave und Mittelalter-Klängen feiern, gab sich die iserlohner Heavy-Metal- und Gothic-Band Leichenwetter als Special Guest die Ehre. Die Band um Frontmann Numen setzte am Samstag sowohl auf altbekannte Klassiker als auch auf neuere Schöpfungen, die sich auf der aktuellen CD und DVD „Zeitreise“ wiederfinden. Auch auf ihrem neuesten Werk verpacken die Heavy-Rocker unterschiedliche Werke deutscher Literatur in ein düsteres musikalisches Gewand.

Trotz des Ausfalls von Bassist Lord Hur bot Leichenwetter eine tolle Bühnenshow und zog die Besucher in seinen Bann. Anschließend erfüllten die Musiker Autogrammwünsche und unterhielten sich mit ihren Fans.

Am Sonntag standen die ruhigen, die melancholischen Töne auf dem Programm: Ulf Ronnsiek alias Joseph Myers beschallte mit Band – Robert Kiesel am Schlagzeug und Nick Gärtner am Keyboard – das Eigenart mit akustischen Tönen. „In meinen Liedern verarbeite ich meinen inneren Konflikt“, sagte Ronnsiek, der es bedauerte, dass „leider nicht so viele Gäste gekommen sind, wie wir erwartet haben“.

Trotzdem war die Stimmung gut und ausgelassen bei dem CD-Release-Konzert. Ronnsiek, der im März den Singer-Songwriter-Slam im Eigenart gewonnen hatte, stellte sein neues Album „An Impulse From Within“ erstmals live vor.

Ronnsiek lässt sich zurzeit übrigens auch kaufen: Fans können ein Konzert des Künstlers bei eBay ersteigern. „Ich habe nur meine Gitarre dabei und meinen Gesang. Einfach pur und unplugged. Das ist zwar schwerer, weil es so ungewohnt ist, aber dafür umso schöner“, so Ronnsiek, der in diesem Jahr nach eigener Aussage rund 100 Auftritte spielt.

Als Support hatte zuvor Muriel eine halbe Stunde lang das Publikum begeistert, die den ersten Singer-Songwriter-Slams im Vorjahr für sich entschieden hatte. ▪ Joana Müller/Marie-Therese Friemann

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