Messetalk stimmt auf SWTAL ein

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Referenten und Veranstalter des Messetalks stimmten mit einem Vortrag über „Strategischen Einkauf“ auf die SWTAL ein.

LÜDENSCHEID ▪ Selten gibt es nach einen „Forum Fabrik der Zukunft“ so viele Fragen, aber beim Messetalk am Mittwochabend in den Museen der Stadt hatten die Referenten die anwesenden Unternehmer aus der Region bewusst ein wenig provoziert:

Höchst anschaulich ging es darum, wie die Vorwerk Elektrowerke ein weltweites Netzwerk von Produktionspartnern und Lieferanten nutzen, um ihre Produkte zeitnah an die Verbraucher bringen zu können.

Dass dies nicht unbedingt immer den Interessen der Metall- und Kunststoffindustrie in ihrer Nachbarschaft – sprich in Südwestfalen – entgegenkommt, war Frank Preißner, Geschäftsführer des Kaufmännischen Bereichs und CFO der Vorwerk Division Engineering, und Christian Spormann, Vizepräsident Strategischer Einkauf des Unternehmens, bewusst.

Bilder von der Eröffnung:

Eröffnung SWTAL

Zum Messetalk laden die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftskreis Lüdenscheid zum Auftakt der Südwestfälischen Technologie-Ausstellung traditionell gemeinsam mit der Stadt Lüdenscheid, dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer ein. Die Zuhörer hörten diesmal einen aufschlussreichen Vortrag darüber, wie ein Unternehmen, das direkt an den Endverbraucher liefert und dabei nach wie vor zu einem großen Teil auf den Direktvertrieb setzt, dafür Sorge trägt, dass Lieferzeiten kurz, Preise stabil und die Qualität hoch bleiben.

Von der Wirtschaftskrise 2008 beispielsweise profitierte Vorwerk zunächst, weil die Nachfrage nicht zurückging, die Preise der Lieferanten aber wohl, weil diese Überkapazitäten hatten, berichteten Preißner und Spormann. Als die Lieferanten die Kapazitäten zurückgefahren hatten und die Nachfrage wieder anstieg, sah die Preissituation wieder anders aus. Generell setze Vorwerk auf ein weit verzweigtes Netzwerk langfristiger Partnerschaften, das bereits bei der Produktentwicklung greife. Werkzeuge aus China oder Nordafrika treffen dabei auf solche aus Deutschland – dabei sind nicht immer die Kosten ausschlaggebend. Die Geschwindigkeit mit der geliefert wird, ist bisweilen ein nicht unerhebliches Kriterium. Zur Gewährleistung der engen Lieferkette gebe es eine zwei-Lieferanten-Strategie, damit die Teile kommen, auch wenn einer mal nicht liefen kann, wie beispielsweise während der politischen Unruhen in Tunesien geschehen. ▪ gör

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