Messe: RSA sucht Kunden und Investoren

Mit der Rasacut MXS wollen Theodoros Paschalidis und Hartwig Hiestermann auf der Tube in Düsseldorf beweisen, dass RSA viel zu bieten hat. Sie werben damit nicht nur um Kunden, sondern auch um Investoren.

LÜDENSCHEID – Der größte Drahtanspitzer der Welt, eine Maschine, die drei Rohre gleichzeitig zersägt und der neue Schraubenantrieb MorTorq – Lüdenscheider Firmen zeigen auf der Doppelmesse wire und Tube eine Reihe von Neuigkeiten.

Sechs Lüdenscheider Unternehmen stellen in Düsseldorf aus, den größten Stand hat davon RSA – gleich zwei große Maschinen hat man nach Düsseldorf mitgenommen. Damit suche man nicht nur nach Kunden, sondern auch nach Investoren, sagte Managing-Director Hartwig Hiestermann. Bekanntlich befindet sich RSA im vorläufigen Insolvenverfahren und will deshalb jetzt beweisen, dass es gute Gründe gibt, den Fortbestand der Firma zu sichern. Gezeigt werden zwei Rohrschneidemaschinen, die beide aus der Rasacut-Serie kommen, aber unterschiedlicher nicht sein könnten: Die MXS sägt als weltweit erste Maschine drei Rohre gleichzeitig und stellt sozusagen die Highend-Stufe in der Rohrschneidetechnik dar. Ganz anders die EC – ein einfach aufgebautes Gerät, das Hiestermann vor allem Kunden aus den Schwellenländern empfiehlt.

Neues auch bei der Lichthart-Betriebsgesellschaft, die ihren Sitz am Römerweg hat und Werkzeuge insbesondere amerikanischer Hersteller vertreibt. Abnehmer sei vor allem die Schraubenindustrie, erklärt Karl Winter vom technischen Außendienst. Die konnte auf dem Lichthart-Stand den neu entwickelten MorTorq-Schraubenantrieb bestaunen. Er ermöglicht bei optimaler Kraftübertragung deutlich dünnere Schraubenköpfe als herkömmliche Kreuzschlitz-Antriebe und trägt damit dem Trend zur Gewichtseinsparung insbesondere in der Automobilindustrie Rechnung.

Draht, Rohre und Stangenmaterial müssen angespitzt werden, bevor sie gezogen oder sonst wie weiterverarbeitet werden können. Dazu setzt die Industrie seit mehr als 40 Jahren Maschinen der Firma Bock an der Altenaer Straße ein. Karsten Bock präsentiert dem Messepublikum die weltweit stärkste Maschine dieser Art. Sie kann Material bis zu einer Stärke von 155 Millimetern verarbeiten.

Als Problemlöser für Unternehmen der Kaltmassiv- und Blechumformung empfiehlt sich das Institut für Umformtechnik (IFU). Dessen Prüflabor kann beispielsweise im Detail analysieren, warum ein Draht sich nicht so verarbeiten lässt, wie das gewünscht ist. Das ist aber ein von nur mehreren Standbeinen des IFU: Es bietet auch fachspezifische Weiterbildungen an – gerade in Zeiten hoher Kurzarbeit interessant, meint Geschäftsführer Klaus-Peter Groß. Seine Firma kümmert sich auch um die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und zeigt in Düsseldorf zudem einen optischen Messautomaten, der gemeinsam mit einer anderen Firma entwickelt wurde und zur Qualitätsüberwachung von Massenprodukten wie zum Beispiel Schrauben dient.

Apropos Schrauben: Die müssen vor Rost geschützt werden – zum Beispiel von der Eibach Oberflächentechnik am Tietmecker Weg. „Höchster Korrosionsschutz bei Verwendung dünnster Schichten“ lautet dort die Devise; die eingesetzte microcor-Beschichtung ist bei gleicher Haltbarkeit etwa 80 Prozent dünner als die herkömmliche Feuerverzinkung.

Sechster Aussteller aus Lüdenscheid ist Platestahl. Dort versteht man sich als „Nischenanbieter für Spezialitäten“ und beliefert unter anderem Hersteller aus dem Bereich der Medizintechnik mit Drähten unterschiedlicher Abmessungen und Oberflächengüten.

Auf der Doppelmesse wire (Draht) und Tube (Rohr) stellen knapp 2400 Firmen aus über 60 Ländern aus.

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