Messe Light & Building: Leuchtdiode gehört Zukunft

Beim „Lüdenscheider Frühstück“ auf der „Light & Building“ in Frankfurt diskutierten (v.l.) Hans-Georg Krabbe, Klaus-Dieter Pick, Jürgen Högener, Harald Rutenbeck, Hans-Peter Rapp-Frick, Peter Sieger, Bürgermeister Dieter Dzewas, Tim Henrick Mack, Michael Wasiletschko und Adalbert M. Neumann über das Thema „Energieeffizienz“. Ihr Fazit: Auch in den kommenden Jahren wird die Branche bei der Entwicklung neuer Produkte vorrangig energiesparende Lichtsysteme und energieeffiziente Lösungen auch für die technische Gebäudesteuerung im Fokus haben.

LÜDENSCHEID – Wer sich eine neue Leuchte fürs Wohnzimmer anschaffen möchte, der sollte sehr genau überlegen, für welches Modell er sich entscheidet. Denn nach dem absehbaren Aus für die klassische Glühbirne wird auch die Halogenleuchte auf lange Sicht vom Markt verschwinden. Die Zukunft gehört der „Light Emitting Diode“ – kurz: LED. Davon jedenfalls ist Tim Henrick Maack überzeugt.

„Im Augenblick kann der Verbraucher sich zwar noch völlig entspannt eine Halogen-Lampe kaufen, aber langfristig werden auch diese Leuchtmittel dran glauben müssen“, meinte der Chef der „Lichtfabrik“ Erco während einer Gesprächsrunde auf der „Light & Building“ in Frankfurt. Auf Einladung der Firma Busch-Jaeger-Elektro diskutierten verschiedene Vertreter der Branche unter anderem mit Klaus-Dieter Pick, dem Vizepräsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Elektro- und informationstechnischen Handwerks, sowie mit Hans-Peter Rapp-Frick, dem Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, über das Thema Energieeffizienz.

Dass sich mit neuen Technologien der Stromverbrauch drastisch senken lässt, machte Maack am eigenen Messestand deutlich: „In diesem Jahr werden wir hier in Frankfurt 75 Prozent weniger Energie verbrauchen als 2004.“ LED sei eindeutig auf dem Vormarsch: „Wir werden deshalb in Kürze die größte Produkt-Offensive in der Geschichte des Unternehmens starten.“

Der Technologiewandel stelle auch Busch-Jaeger vor große Herausforderungen, sagte Geschäftsführer Hans-Georg Krabbe, Gleichzeitig böten neue Entwicklungen aber auch im Bereich der Gebäudesystemtechnik große Chancen, ergänzte Co-Geschäftsführer Jürgen Högener. Ähnlich sah es SIHK-Präsident Harald Rutenbeck, Chef des Fernmeldetechnik-Unternehmens Wilhelm Rutenbeck mit Sitz in Schalksmühle.

Klaus-Dieter Pick bedauerte, dass viele Kommunen mit dem Geld aus dem Konjunkturpaket in erster Linie Maßnahmen in Auftrag gegeben hätten, mit denen sie die Heizkosten der öffentlichen Gebäude senken wollten. „Aber beim Thema Energiesparen darf man nicht nur Fassaden, Fenster und Türen im Blick haben.“ Busch-Jaeger-Geschäftsführer Adalbert M. Neumann wies im Gegenzug darauf hin, dass viele Privathaushalte bereit seien, sogar ältere Gebäude mit einer neuen Gebäudesystemtechnik zu modernisieren, um so auch Stromkosten zu sparen. „Gerade die Generation 50 plus investiert deutlich mehr als früher.“

Ausführliche Berichte von Unternehmen aus dem Südkreis, die auf der „Light & Building“ vertreten sind, erscheinen in der Mittwoch-Ausgabe der LN.

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