Melder warnte vor Feuer im Motorraum von MVG-Bus

Der Bus der Linie 47 auf der Parkstraße: Der Fahrer konnte dank der frühen automatischen Meldung den Motorbrand rasch selbst ablöschen. Den Kindern im Bus passierte nichts.

LÜDENSCHEID ▪ Noch läuft die Suche nach der Ursache für den höchst seltenen Motorbrand in einem MVG-Bus, der sich, wie berichtet, am Mittwoch auf der Parkstraße in Höhe der Haltestelle Teutonenstraße ereignet hatte. Doch in einem Punkt können die MVG-Verantwortlichen beruhigt sein: Die Sicherheitseinrichtung im Motorraum hat funktioniert.

Denn der Bus der Linie 47, der am Nachmittag mit einigen Schülern unterwegs gewesen war, gehört zur ersten Baureihe, die mit Brandmeldern im Motorraum ausgestattet ist. „Das ist eine Hydraulik-Leitung, die mit Flüssigkeit gefüllt und schlaufenförmig im Motorraum verlegt ist“, berichtet MVG-Sprecher Jochen Sulies.

Bei zu großer Hitze dehnt sich die Flüssigkeit aus und löst eine Meldung an den Fahrer aus – „genau das ist am Mittwoch passiert“, sagte Sulies. Tatsächlich habe der Fahrer deshalb noch alle Fahrgäste aus dem Bus komplimentieren und den gerade erst entstehenden Motorbrand selbst löschen können.

Allerdings kann sich Sulies nicht erinnern, in seinen 22 MVG-Jahren jemals einen Motorbrand vermelden zu müssen. „Wir geben die Meldung darüber jetzt an den Verband der deutschen Verkehrsunternehmen weiter.“ Der Dachverband soll gewährleisten, dass eine Häufung bestimmter Schäden durch Konstruktionsfehler erkannt und abgestellt wird. „In solchen Fällen würden ganze Baureihen aus dem Verkehr gezogen“ – was laut Sulies im aktuellen Fall aber offenbar nicht notwendig werden dürfte.

Die allerneueste Bus-Generation verfüge indes nicht nur über Melder für Motorbrände, sondern auch über automatische Löschanlagen im Maschinenraum. Von diesen Typen erhält die MVG im Sommer zwölf Fahrzeuge: vier Solobusse und acht Gelenkfahrzeuge.

Denkbar kurz sind schon heute die Wartungs-Intervalle für die Busse der MVG, deren Motoren laut Sulies eine durchschnittliche Lebensdauer von 600 000 Kilometern haben. Neben der jährlichen TÜV-Hauptuntersuchung werden Busse, die im öffentlichen Verkehr eingesetzt sind, alle drei Monate zusätzlichen Sicherheitsprüfungen unterzogen. Die Tester sehen sich dabei fünf Hauptmerkmale an: Fahrgestell/Aufbauten/Motor, die Lenkung, Reifen und Räder, die Auspuffanlage und die Bremsen. Die MVG geht zudem noch nach eigenen Prüfkriterien vor, die das Sicherheitsnetz noch engmaschiger machen sollen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare