Rock-Spülung für die Lauscher

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Modernen Melodic Metal aus Meinerzhagen servierte die Band „Skylight“ in der „machbar“. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Ordentlich durchgespült wurden die Lauscher der Konzertbesucher in der prall gefüllten „machbar“ am Samstagabend: Die Meinerzhagener Bands „A Silent Moment“ und „Skylight“, eine kontrastreiche Verbindung, begeisterten ihr Publikum und ließen sich auch bei geforderten Zugaben nicht lumpen.

„A Silent Moment“ betrat die kleine Bühne der Kneipe an der Knapper Straße als erstes. Gut aufeinander abgestimmt und mit erträglichem Schalldruck zogen Bastian Schröder (Gitarre, Gesang) Johnny Miß (Bass) und Benny Miß (Drums) ihren Mix aus ansprechender Melodik und knackigem Rock durch.

Spannungsreiche Musik allemal, da die Gruppe durchaus auch harmonisch die eine oder andere Überraschung zu bieten hat. Die erst 2011 gegründete Band stützt sich auf solide Instrumentalisten, gut getimtes Zusammenspiel und erhält ihre Prägung durch die Stimme Bastian Schröders. Die weist die Lässigkeit und Prägnanz eines Verkünders rockiger Balladen auf. Darauf lässt es sich aufbauen, und deshalb bereitete dieses Trio auch dem Publikum großen Spaß.

Anschließend brummte „Skylight“ den Zuhörern modernen Melodic Metal auf. Doublebass-King Hendryk Eckert trieb dem Sound der Band charakteristische Härte und phasenweise gut getimten Drive ein. Abseits filigraner Technik bearbeitete er sein Schlagzeug kompromisslos mit hohem körperlichen Einsatz.

Bassist Karsten Vosswinkel erwies sich als gut sortierter Instrumentalist, der die Ausritte der Gitarristen exzellent stützte, bisweilen mit melodischen Einfällen gut konterte und zudem mit dem Drummer gut harmonierte. Häufig operierten die Gitarristen Gerrit Eckert (Gesang) und Thomas J. Cross (Gesang) im Wechsel und schufen so mit leicht voneinander abweichenden Stilen eine abwechslungsreiche Klangfarbe.

Sebastian Seibert an den Keyboards komplettierte die Band, die „Darkened Dreams“ ausbreitete, „Glory and Passion“ verkündete und dem Publikum ihre Version von „Resurrection“ eintrieb.

„Skylight“, im Kern seit 2006 bestehend, ist eine Band mit gutem Potenzial, bestach mit gutem Zusammenspiel und Spaß an der harten Gangart – und ließ zwischendurch auch sanftere Töne nicht außer Acht.

Schade war nur, dass die Gitarrenmit der Stmmung ihrer Instrumente zu nah beiander lagen und die Klampfe von Sänger Gerrit Eckert etwas kraftlos wirkte. Lediglich Randnotizen, denn das Publikum forderte begeistert Zugaben – und die kamen dann auch. Mit Augenzwinkern der Musiker und abschließendem Vollgas. ▪ Ulf Schwager

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