15 000 Euro für Förderprojekt

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Eine Heimat für alle: Lüdenscheider Vereine bringen sich und ihre Ideen mit ein in das Projekt. Gefördert wird es mit Bundesmitteln.

Lüdenscheid - Erneut ist das Museum der Stadt Dreh- und Angelpunkt eines integrativen Projektes, bei dem vier Kooperationspartner mitmachen. Entsprechende Bundesmittel (rund 15 000 Euro) aus dem Fördertopf von „Kultur macht stark“ sind bereits zugesagt.

Im Mai ist Start des vorerst acht Monate währenden Lüdenscheider Projektes, das den Titel „Meine Heimat - Deine Heimat - Unsere Heimat“ tragen wird. Antragssteller für das neue Vorhaben waren die Museen der Stadt. Erfreut zeigte sich Museenleiter Dr. Eckhard Trox anlässlich eines ersten Pressegespräches mit allen Projektbeteiligten. Er habe „Gutes zu verkünden“, sagte Trox und dieses sei so erfreulich, da die Museen bedingt durch die herbe wirkenden Maßnahmen der Haushaltssicherung der Stadt, in dem Bestreben Projekte zu realisieren, auf außerordentliche Schwierigkeiten stießen. „Hervorragende Arbeit“ bescheinigte Trox Dorna Hatamlooy und Ursula Tütemann, die konzeptionell bestechend alles Notwendige für die Förderanträge „vom Inhaltlichen bis zu den Finanzen erarbeitet haben“.

Deshalb könne es jetzt zu dem neuen Projekt kommen. Für ein Museumsprojekt „Kultur macht stark“ benötige man zwei Kooperationspartner, doch „wir haben vier Partner gewinnen können“. Dies sei wohl auch ein Argument für die Zuerkennung der Mittel gewesen. Mit an Bord sind die Alevitische Gemeinde und Kulturzentrum, der „Verein für kulturelle Vielfalt in Süd-Westfalen“, der Jugendtreff Sterncenter, sowie der Fachbereich Migration des Diakonischen Werkes.

„Meine Heimat - Deine Heimat - Unsere Heimat“ wird Kinder und Jugendliche verschiedenster kultureller Herkunft in den Museen zusammenführen. Für viele eine neue Erfahrung, da Kinder - und Jugendliche eher selten ins Museum kämen, hieß es. Jeder kann sich in das Projekt einbringen, mit der eigenen Herkunft und Vergangenheit. Objekte wie Erinnerungsstücke, mediengestütztes Arbeiten wie die Aufzeichnung von Gesprächen mit Zeitzeugen, aber auch Portraits der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen werden in eine Ausstellung, die im Dezember eröffnet werden soll, einfließen. Erstmals soll das Vorhaben am 20. Juni mit einem interkulturellen Kooperationsfest in den Museen der Stadt öffentlich vorgestellt werden. - usc

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