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Nach "Tipp" vom Nachbarn: Stadt verhängt Bußgeld an Urlaubs-Rückkehrerin

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Lüdenscheid – Wer in ein Land reist, das als Corona-Risikogebiet eingestuft wird, muss sich nach der Rückkehr umgehend für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Falls nicht, wird es teuer. Jetzt gab es das erste Bußgeld im MK.

An die aktuellen Regelungen für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten erinnert jetzt auch noch einmal die Stadt Lüdenscheid in einer Mitteilung. Nach der Rückkehr muss das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises unverzüglich kontaktiert werden. 

Ein Verstoß gegen die Vorgaben der Corona-Einreiseverordnung des Landes NRW kann richtig teuer werden. So drohen etwa Bußgelder von bis zu 10.000 Euro, wenn sich jemand nicht an die Quarantäne-Pflicht hält. Gar 25.000 Euro können es werden, sollte ein Rückkehrer aus einem Risikogebiet die Vorgaben missachten und zur Arbeit gehen

Stadt Lüdenscheid verhängt Bußgeld an Urlaubsrückkehrerin

Das Ordnungsamt der Stadt Lüdenscheid appelliert an alle Bürger, die Regelungen der Einreiseverordnung ernst zu nehmen und zu befolgen: „Wir möchten solche Bußgelder nicht erheben, sind aber bei Verstößen dazu verpflichtet und werden das auch konsequent tun.“ Bislang hat das Ordnungsamt ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro gegen eine Lüdenscheiderin verhängt. 

Frau begab sich nicht in Quarantäne und meldete sich auch nicht zurück

Die Frau hatte sich nach der Rückkehr aus einem als Risikogebiet eingestuften Land weder beim Ordnungsamt gemeldet noch an die häusliche Quarantäne gehalten. Ein Anwohner hatte die Behörden informiert. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes muss die Bürgerin nun zu Hause bleiben. Das Ergebnis des in Lüdenscheid vorgenommenen Tests auf eine Infektion mit dem Corona-Virus steht noch aus. 

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehr, muss sich unverzüglich melden

Die Stadt Lüdenscheid verweist auf die Homepage des Robert-Koch-Instituts. Dort findet sich eine fortlaufend aktualisierte Liste aller Länder, die die Bundesregierung als Risikogebiete einstuft. Im Märkischen Kreis betrifft das vor allem Rückkehrer aus der Türkei. Wer aus einem solchem Land zurückkehrt, muss sich auf direktem Weg nach Hause begeben und umgehend beim Gesundheitsamt des Märkischen Kreises melden

Geldbündel
Bis zu 25.000 Euro Bußgeld können es werden, sollte ein Rückkehrer aus einem Risikogebiet die Vorgaben missachten und zur Arbeit gehen. © dpa

Die Behörde entscheidet dann über das weitere Vorgehen. In der Regel ist eine Quarantäne erforderlich, die 14 Tage gilt – und per Ordnungsverfügung auch formal angeordnet wird. Das Ordnungsamt kontrolliert in diesem Zeitraum in unregelmäßigen Abständen, ob sich Betroffene zu Hause aufhalten. Besuch ist in dieser Zeit nicht erlaubt.

Allerdings kann die Quarantäne auch vorzeitig aufgehoben werden. Voraussetzung dafür: ein Abstrich beim Hausarzt für einen Corona-Test, der negativ ausfallen muss. Die Kosten dafür trägt jeder selbst. Das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises weist darauf hin, dass mit dem jeweiligen Hausarzt im Vorfeld ein Termin abzustimmen ist, über den auch das Ordnungsamt informiert werden muss. 

Hausarzt-Praxis vor der Rückreise über Besuch informieren

Die Arztpraxis muss auf direktem Wege angesteuert werden – und ohne öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Ein Corona-Test darf auch maximal 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland gemacht werden. Das Ergebnis wird allerdings nur dann anerkannt, der Test in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union gemacht wurde.

Alle Informationen rund um das Coronavirus haben wir in unserem News-Blog zusammengefasst

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