Mehr Platz für junge Patienten

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Das Team (v.l.): Dr. Tamara Jacubeit (Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie), Simone Siefke (Schulleiterin Michael-Ende-Schule), Anja Brehme (Oberärztin), Jutta Hering (Pädagogische Leiterin), Anne-Beate Baberg (Projektleiterin Umzug), Martina Hartisch (Oberärztin). ▪

LÜDENSCHEID ▪ Der Termin steht fest: Am 27. Mai wird die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie von ihrem bisherigen Standort an der Hohfuhrstraße in das frisch renovierte Haus 4 im Klinikum Hellersen umziehen.

„Wir haben eine vollkommen neue Ausstattung, neues Mobiliar, neue Matratzen, und alles ist gestalterisch aus einem Guss“, freut sich Klinikdirektorin Dr. Tamara Jacubeit über die positiven Nebeneffekte der räumlichen und organisatorischen Veränderungen, die das Klinikteam bis hin zu Farbentscheidungen intensiv begleiten konnte. Die Kinderklinik wird zukünftig Platz haben für die vollstationäre Unterbringung von 16 Jugendlichen und neun Kindern, wobei die genauen Proportionen zwischen beiden Abteilungen entsprechend der aktuellen Belegung schwanken können. Dazu kommen neun Plätze in der benachbarten Kinderklinik, in der psychosomatisch erkrankte Kinder behandelt werden. Auch für sie ist die Michael-Ende-Schule da, in der Kinder unterrichtet werden, die mindestens vier Wochen in Hellersen bleiben. Die Schule soll am 26. Mai umziehen.

Zukünftig werde die Abteilung Jugendpsychiatrie etwas größer als bisher, die Kinderstation etwas kleiner sein, erklärt Dr. Tamara Jacubeit. Sie erwartet weiterhin lange Wartezeiten für therapiebedürftige Kinder: „In Südwestfalen sind wir deutlich schlechter ausgestattet als andere Regionen.“

Dabei geht es um ernste Probleme: Die jungen Patienten der Klinik leiden an Depressionen, Essstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten, Überaktivität, Autismus oder massiven Störungen des Sozialverhaltens. Es gebe zwar immer weniger Kinder, doch gleichzeitig wachse der Bedarf an psychiatrischer Betreuung“, beschreibt Dr. Jacubeit die Situation.

Für die therapeutische Arbeit wird die Klinik unterschiedliche Angebote bereitstellen: Kunst-, Musik-, Arbeits- und Bewegungstherapie. Für erlebnispädagogische Angebote entsteht im größten Raum ein Klettergarten – so wie auch an der Fassade des Gebäudes. Im Gartenbereich sollen Spiel- und Sportgeräte aufgestellt werden. ▪ thk

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