Notaufnahme stark überlastet

Mehr Patienten als sonst: Klinikum schlägt Alarm

Symbolfoto: Das Klinikum Lüdenscheid verzeichnet derzeit ein höheres Patientenaufkommen als üblich.

Lüdenscheid - Das Klinikum Lüdenscheid verzeichnet aktuell ein überdurchschnittlich hohes Patientenaufkommen. Die Zentrale Notaufnahme ist stark überlastet und die Kapazitätsgrenzen auf den Stationen sind nahezu erreicht.

Das teilte am Donnerstag die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Märkischen Kliniken via Pressemitteilung mit. Grund für das hohe Patientenaufkommen im Klinikum Lüdenscheid seien demnach akute Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Infektionen, aber auch Patienten, die witterungsbedingt gestürzt sind und unfallchirurgisch versorgt werden.

„Wir haben derzeit auffallend viele ältere und schwerkranke, aber auch infektiöse Patienten, die die Mitarbeiter in der Notaufnahme und auf den Stationen vor große Herausforderungen stellen“, sagt Markus Bald, ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme. Die Notfallversorgung sei aber jederzeit sichergestellt.

„Wir versorgen nach wie vor jeden Patienten, der zu uns kommt – auch wenn es mal länger dauern kann und nicht immer gleich ein freies Bett verfügbar ist.“ Gründe für längere Wartezeiten lägen beispielsweise auch darin, dass die Untersuchungsräume in der Notaufnahme ebenso wie die Patientenzimmer rund zwei Stunden grundgereinigt werden, wenn dort zuvor infektiöse Patienten versorgt wurden. „Wir appellieren deshalb an die Bevölkerung, sich auf Wartezeiten einzustellen und gut abzuwägen, ob das Problem nicht auch in der Hausarztpraxis oder durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst gelöst werden kann“, so Bald.

Aufgrund der reduzierten Kapazitäten müssen sich Patienten unter Umständen auch darauf einstellen, nicht ihr „Wunschzimmer“ zu bekommen und stattdessen beispielsweise statt mit einem Einzel- nun mit einem Zweibettzimmer vorlieb nehmen zu müssen. „Wir bitten im Sinne der vielen Patienten, die derzeit unserer stationären Versorgung bedürfen, um Verständnis“, so Pflegedirektor Thomas Ruhrmann.

Möglicherweise müssen auch nicht zwingend notwendige stationäre Behandlungen verschoben werden, das werden die nächsten Tage zeigen. Bis dahin habe die minutiöse Planung von Bettenkapazitäten im Klinikum Lüdenscheid absolute Priorität., heißt es.

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