Erhöhter Beratungsbedarf beim STL

Mehr Nachfrage nach Sperrmüll-Abfuhr vor der Haustür - wegen Corona

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Der STL verzeichnet einen Anstieg der Straßenansammlungen des Sperrmülls.

Lüdenscheid - Der corona-bedingte Lockdown wurde in vielen Haushalten genutzt, um das Haus oder die Wohnung auszumisten. Welche Auswirkungen das auf den Sperrmüll hat, erfahren Sie hier:

Deshalb musste auch der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) reagieren. „Von der Menge des Sperrmülls haben wir keine signifikante Steigerung zu verzeichnen“, sagt Andreas Fritz vom STL. Allerdings haben sich die Einsatzgebiete verschoben. 

Während am Recyclinghof in Kleinleifringhausen, auch durch die dreiwöchige Schließung, weniger Arbeit anfiel und immer noch anfällt, haben immer mehr Straßensammlungen stattgefunden. „Normalerweise machen wir unsere Tour mit 80 bis 100 Anfahrtsstellen mit einem Fahrzeug“, sagt Fritz. „Jetzt fahren wir mit zwei Fahrzeugen los, weil wir zwischen 120 und 140 Stellen anfahren müssen.“ Die Menge am Recyclinghof sei durch Corona von etwa 110 Tonnen pro Monat auf 40 bis 90 Tonnen gefallen. Um diesen Aufwand zu bewerkstelligen, habe der STL jedoch keine neuen Mitarbeiter einstellen müssen, sagt Fritz. Allerdings habe sich der Arbeitsalltag doch etwas geändert. „Wir haben jetzt einen deutlich höheren Beratungsbedarf. Die Leute rufen bei uns an, um zu erfahren, was sie als Sperrmüll loswerden können. Außerdem suchen die Kollegen auch bei den Touren das Gespräch mit den Kunden und erklären, welche Sachen wie entsorgt werden können und müssen.“ 

Auch das Verhalten der Kunden habe sich verändert: „Es kommt jetzt keiner mehr zum Recyclinghof, der zum Beispiel nur einen Föhn abgeben möchte. Wenn die Leute vorbei kommen, dann haben sie, vielleicht etwas übertrieben formuliert, das Auto auch richtig voll.“

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