Sparkasse zieht Bilanz: Mehr Konsum, weniger Sparer

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Die Sparkassenvorstände Markus Hacke (links) und Thorsten Haering trugen den Lagebericht 2013 vor.

Lüdenscheid - „Uneinheitlich“ im Dienstleistungsgeschäft, „Ergebnisse im Bauspar- und Versicherungsgeschäft nicht erreicht“, „Provisionsüberschuss unter dem Vorjahreswert“ – für einen Teil der Geschäftsentwicklung spiegelt der Lagebericht der Sparkasse durchaus Unzufriedenheit mit dem Ergebnis von 2013 wider.

Gleichwohl beurteilten die Vorstände Thorsten Haering und Markus Hacke bei der Sitzung des Sparkassenzweckverbandes – der einstimmig Entlastung erteilte – am Freitag am Sauerfeld Lage und Geschäftsverlauf insgesamt als positiv.

Die Bilanzsumme erhöhte sich demnach um 63,2 Millionen Euro (3,7 Prozent) auf rund 1,8 Milliarden Euro. Die heimische Wirtschaft sei optimistisch, die Geschäftslage „sehr stabil“, die Talsohle im Auslandsgeschäft durchschritten, analysierten die Experten. Mit der guten Beschäftigungssituation steige auch der private Konsum.

Angesichts dessen beliefen sich die Darlehenszusagen auf 170 Millionen Euro. Die Kredite an private Haushalte stiegen um 0,2 Prozent auf rund 543 Millionen Euro. „Im Kreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen“, so trug Thorsten Haering vor, „verringerte sich das Kreditvolumen um 33,5 Millionen Euro auf 612,1 Millionen Euro.“ Die Kundenkredite belaufen sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. Der Einlagenbestand: rund 1,4 Milliarden Euro. Spareinlagen sanken um rund 4 Millionen Euro.

Hohe Ausgaben für die Instandhaltung von Grundstücken und Gebäuden (Stichwort Tiefgaragensanierung) trieben die Verwaltungsaufwendungen um fünf Prozent in die Höhe (auf 10,6 Millionen Euro). Personalkosten hingegen sanken um 2,4 Prozent auf 21,6 Millionen Euro. Aktuell beschäftigt die Sparkasse 433 Mitarbeiter.

Und sie ist auch Gewerbesteuerzahler: 2,5 Millionen Euro in Lüdenscheid, 290 000 Euro in Halver, 50 000 Euro in Herscheid und 220 000 in Schalksmühle. Das verlange Wirtschaften mit Bedacht, hieß es, damit man trotz Steuern, Gewinnausschüttungen und steigender Spendenanfragen ausreichend hohe Zuführungen zu den Sicherheitsrücklagen, also dem Eigenkapital vornehmen könne. Das wird nicht einfacher. „Wir erwarten“, so hieß es, „für 2014 einen Rückgang des Betriebsergebnisses“. - sum

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