Einnahmen in Höhe von 248.000 Euro

Mehr „Geblitzte“, aber weniger Bußgelder

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Von der stationären Anlage im Bereich des Autobahnzubringers Lüdenscheid-Nord, die offiziell zur Gemeinde Schalksmühle gehört, wurden im vergangenen Jahr 8088 Fahrer geblitzt.

Lüdenscheid - Eine Nachricht vorweg: Die Autofahrer in Lüdenscheid waren im vergangenen Jahr insgesamt langsamer unterwegs – dafür spricht zumindest die Statistik über die geblitzten Autofahrer.

Denn: Obwohl im vergangenen Jahr mehr Autofahrer als im Vorjahr von dem mobilen Radarwagen der Stadt erfasst wurden, so mussten sie doch weniger Bußgelder bezahlen. Die Überschreitung der Geschwindigkeit fiel also geringer aus als noch im Jahr 2013. Wie Marit Schulte, Pressesprecherin der Stadt Lüdenscheid, auf Anfrage der LN erklärte, seien im vergangenen Jahr insgesamt 12.551 Fahrzeuge geblitzt und dadurch Bußgelder in Höhe von etwa 248.000 Euro eingenommen worden. Der Vergleich: Im Jahr 2013 waren 10.161 Autofahrer erwischt worden, sie mussten jedoch 249.000 Euro an Bußgeldern bezahlen.

Zusätzlich zu dem Radarwagen gibt es im Stadtgebiet eine fest installierte Messstelle – und zwar an der Talstraße (B229) in Höhe der Pöppelsheimer Mühle, die sich im Besitz des Märkischen Kreises befindet. 70 Stundenkilometer sind dort erlaubt – und das scheint die Mehrheit der Autofahrer auch zu wissen. Denn wie Ursula Erkens, Sprecherin beim Märkischen Kreis, auf Anfrage erklärte, seien dort im vergangenen Jahr „nur“ 61 Autofahrer geblitzt worden. Der Schnellste war an der Stelle mit 82 km/h unterwegs, der Großteil der „Geblitzten“ (60) hatte die Geschwindigkeit um maximal zehn Stundenkilometer überschritten.

Deutlich mehr Autofahrer „erwischte“ die stationäre Anlage im Bereich des Autobahnzubringers Lüdenscheid-Nord, die offiziell zur Gemeinde Schalksmühle gehört: Dort wurden im vergangenen Jahr 8088 Fahrer geblitzt, erlaubt sind 70 km/ in die eine und 50 km/h in die andere Richtung. „Diese Anlage ist jedoch im Vergleich zu anderen, ständig ‘im Dienst’ und blitzt auch in beide Fahrtrichtungen“, erklärte Erkens weiter und verweist darauf, dass diese Stelle sehr viel befahrener sei. Unrühmlicher Spitzenreiter sei ein Autofahrer gewesen, der mit Tempo 107 und damit deutlich zu schnell unterwegs war. Der Großteil der Autofahrer (4185) war jedoch maximal zehn km/h oder bis zu 20 km/h (3435) zu schnell.

Mit seinen insgesamt 22 stationären Anlagen nahm der Märkische Kreis im vergangenen Jahr Bußgelder in einer Höhe von 991.504 Euro ein. Durch die mobilen Radarwagen, von denen der Kreis zwei besitzt, konnte er zudem Bußgelder in Höhe von 233.843 Euro einnehmen. - kes

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