Dzewas fordert klares Signal an Wirte

Mehr Freiflächen für Gastwirte in MK-Stadt in Sicht

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Politik und Verwaltung wollen den Lüdenscheider Gastwirten – wie hier vor dem Café Schröder’s – mehr Möglichkeiten für Außengastronomie schaffen.

Lüdenscheid - Die Gastronomen sollen vonseiten der Stadt unterstützt werden. Grundsätzlich ist man sich über die Art und Weise der Unterstützung einig. Wie diese Unterstützung jedoch umgesetzt werden kann und soll ist derweilen nicht klar. 

„Alles, was den Standort stärkt, muss gemacht werden!“ Dazu gehört nach Überzeugung des städtischen Planungschefs Martin Bärwolf in Coronazeiten auch, den Lüdenscheider Gastwirten Sondernutzungen wie Außenausschank zu gestatten. Doch ob, auf welche Weise und wie schnell das Konzept greifen wird, soll der neue Arbeitskreis zur Bewältigung der Pandemiefolgen erarbeiten. Das ist das Ergebnis der Beratungen vorgestern Abend im Hauptausschuss des Rates. 

Die Fraktionen des Rates sind sich einig, dass die gebeutelten Gastronomen dringend Hilfe brauchen. Deshalb, heißt es sinngemäß in Anträgen von CDU und SPD, sollten Sondernutzungen „unbürokratisch und kostenfrei“ erlaubt werden. Mit „unbürokratisch“ hat Dieter Rotter, Leiter Bauservice im Rathaus, offenbar kein Problem. „Das geht so schnell wie möglich.“ Bärwolf spricht sogar von Genehmigungen „innerhalb einer Woche“. Aber kostenfrei, wie von der Politik vorgeschlagen, werden Anträge von Gastwirten wohl nicht bearbeitet. Dabei beruft sich Dieter Rotter auf eine Empfehlung des Städtetages, der sich gegen den Verzicht auf Gebühren, dafür eher für eine Gebührenreduzierung ausgesprochen habe – aus Gründen der Gleichbehandlung, wie es heißt. 

Bürgermeister Dieter Dzewas plädiert dafür, die Angelegenheit dem Corona-Arbeitskreis zu übertragen und in puncto Gebühren „ein Preisschild dran zu machen“. Die Wirte in Lüdenscheid bräuchten ein „deutliches Signal“, damit sie die Interessen ihrer Gäste berücksichtigen können, die die Infektionssicherheit der Freifläche dem geschlossenen Gastraum vorziehen.

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