Secondhand-Modemarkt: Ein echter Publikumsmagnet

Das Angebot an Schmuck und anderen Accessoires war beim 32. Secondhand-Modemarkt im Kulturhaus genau nach dem Geschmack vieler Besucherinnen. - Fotos: Wieschmann

Lüdenscheid - Nach einer halben Stunde hatten bereits mehr als 300 Besucher den Eingangsbereich zum 32. Secondhand-Modemarkt im Kulturhaus passiert. Zwischen 11 und 15 Uhr waren nach Schätzungen der Organisatoren rund 700 Besucher zwischen den Ständen im Unter- und Obergeschoss unterwegs.

Vor der Parkpalette stauen sich am Vormittag die Autos. Bevor der verkaufsoffene Sonntag in der Lüdenscheider Innenstadt überhaupt angefangen hat, ist der Modemarkt bereits ein echter Publikumsmagnet. Im Kulturhaus ist es bereits kurz nach der Eröffnung unfassbar voll und vor allem wahnsinnig stickig. „Warum nicht mal die Fenster geöffnet werden“, fragt sich eine Kundin, während sie sich ihren Weg durch die vollen Gänge bahnt.

Die beiden Cousinen Jenny und Miriam Westphal sind extra aus Sundern und Iserlohn angereist, um das vielfältige Angebot an Kleidern und Accessoires zu begutachten: „Mal sehen, was wir so finden“, sagen beide. Katrin Manthey ist bereits zum 5. Mal beim Secondhand-Modemarkt als Verkäuferin dabei. Als die stark nachgefragten Standplätze vor einigen Wochen verkauft wurden, hatte die Lüdenscheiderin ihren Platz in der Schlange bereits um 5.15 Uhr in der Früh eingenommen. Der Lohn der morgentlichen Quälerei: Ein Ticket mit der Nummer zehn. Insgesamt waren 62 Stände verfügbar. Ihr Angebot speist sich aus dem Kleiderfundus des Sohnes („Der ist dreizehn Jahre alt und bereits 1,87 Meter groß“) und den wohl unvermeidlichen Fehlkäufen einer Frau. „Wenn ich mal ein Kleidungsstück ein Jahr lang trage, dann ist das ja schon viel“, so Katrin Manthey.

Obwohl überzeugte Trödlerin, bestückt Ilona Heßmert das erste Mal einen Verkaufstisch beim Modemarkt im Kulturhaus. Dass ihr Standplatz eher am Rand gelegen ist, hat sich als absoluter Glücksfall erwiesen. „So konnten wir noch anbauen“. Der Modemarkt sei genau ihr Ding. Vor allem gefalle ihr, dass das Ambiente gepflegt und nicht so ramschig sei, wie auf so manch anderen Floh- und Trödelmärkten.

Bereits ihren 10. Modemarkt absolviert Mirjam Sure. „Im Dezember steht ein Umzug an. Was ich hier verkaufe, muss nicht mehr in den vierten Stock getragen werden“, so die Lüdenscheiderin. Was auffällt: Männerkleidung ist eher selten zu finden. Lediglich am Stand von Ewa Lissy-Carius weist ein kleines Schild auf die Existenz von Männerhemden hin. Für Lilian und Joey ist die Veranstaltung eher langweilig. Mit Papa Karsten Steimgräber haben sie es sich im Zwischengeschoss gemütlich gemacht. Statt in den Textilien zu stöbern, blättern sie sich durch ein Märchenbuch und warten, bis die Mama den Einkauf erledigt hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare