Mehr als 570 Beratungen bei Donum Vitae

Andreas Lüsebrink, Anita Lüsebrink und Gerhard Brüser (von links) bilden den geschäftsführenden Vorstand. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Längst geht es bei Donum Vitae nicht mehr nur um die so genannte Konfliktberatung bei ungewollten Schwangerschaften. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend resümierten Beraterinnen und Vorstand ein erfolgreiches Jahr 2011, in dem Konfliktberatungen neben den langfristigen Beratungen, beispielsweise bei Beziehungsproblemen oder im Bereich der Krisenintervention, einen gleichberechtigten Stellenwert einnahmen.

Vorsitzender Andreas Lüsebrink sagte, dass die Lüdenscheider Beratungsstelle bei 450 Erstkontakten und mehr als 570 Beratungen insgesamte wie über dem Landesdurchschnitt liege. Auch Hilfe bei Trauerarbeit sei nötig, wenn Eltern ihre Kinder während der Schwangerschaft verlieren, erklärte Marlies Körner von der Beratungsstelle. Sie berichtete außerdem, dass Gewalt in Beziehungen und Familien sowie auch Prostitution Themen seien, die für die Beraterinnen an Bedeutung gewinnen. Wenn Zuhälter oder Bodyguards vor der Tür warteten, sei das durchaus eine bedrohliche Situation. Das soll bald auch auf überregionaler Ebene thematisiert werden. Die Frage, wie viele Frauen sich letztlich nach einer Beratung dafür entscheiden, ihre Kinder zu bekommen, lasse sich nicht beziffern, da es bei solchen Gesprächen oft nur bei einem Kontakt bleibe, sagte Marlies Körner.

Von erfolgreichen Kooperationen mit Schulen im Bereich der sexuellen Prävention berichtete Martina Kluge. Die Jugendlichen stehen den Gesprächen über Verhütungsmittel und Sexualität sehr offen gegenüber. Wünschenswert sei – so ihr Hinweis an mögliche Sponsoren – die Anschaffung eines neuen Verhütungsmittelkoffers für diese Arbeit.

Daniela Klaas erläuterte das neue Angebot der Hebammensprechstunden. Zu den ersten beiden Terminen im vergangenen Jahr seien zwar noch nicht so viele Teilnehmerinnen gekommen. Für diese sei es aber ein wichtiges Angebot gewesen, weil sie Fragen loswerden konnten, die sie ihren Ärzte nicht zu stellen wagten. Sonst hätten die meisten erst bei der Entbindung den ersten Kontakt zur Hebamme gehabt.

In seinem Bericht von der Tagung des Landesverbandes teilte Andreas Lüsebrink mit, dass er als Schriftführer in den Vorstand des Landesverbandes gewählt wurde. „Die haben in Köln gemerkt, dass wir hier gute Arbeit leisten“, sagte er dazu. ▪ gör

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