Medardus-Stiftung gibt 11.000-Euro fürs Hospiz

Kaffee in allen Variationen hält der neue Vollautomat bereit. Gäste, die nicht einmal Geld für Kaffee haben, bekommen „Münzen“.

Lüdenscheid - Neue Geräte im Wert von rund 11.000 Euro erleichtern nun den Alltag von Mitarbeitern und Gästen des Hospizes an der Sedanstraße.

Vertreter der Lions-Medardusstiftung und die Präsidenten der Serviceclubs aus Lüdenscheid und Meinerzhagen überzeugten sich jetzt, wie sinnvoll das gespendete Geld angelegt wurde.

Allein die zentrale „Fäkalien-Spülanlage“ zur allgemeinen Desinfektion koste um die 8000 Euro, erläuterte Hospizleiterin Marion Döbbelin beim Rundgang über die Station. Hier würden Urinflaschen und Bettpfannen gereinigt. Das Gerät sei direkt ans Abwassersystem angeschlossen. Die gereinigten Gegenstände kämen keimfrei aus der Maschine. Das alte, sehr reparaturanfällige Gerät habe den knappen Etat sehr strapaziert, eine Neuanschaffung sei kurzfristig nicht möglich gewesen. Auch hier also wird das Engagement der Hospizstiftung als unbürokratisch und hilfreich empfunden. Dazu ermöglichte die Stiftung den Kauf eines industriellen Kaffeevollautomaten und zweier Arbeitswagen für Pflege und Desinfektion.

Zwölf Jahre sei es her, so schilderte es Stiftungsvorsitzender Wolfgang Thalwitzer, dass man die Initiative ins Leben gerufen habe. Mit dem, was man erreicht und wie man es organisiert habe, habe man bundesweit Aufmerksamkeit geweckt: „Das ist nicht ganz ohne, was wir auf die Beine gestellt haben.“

Dass man mit dem Hospiz an der Sedanstraße eine Einrichtung mit hervorragendem Ruf unterstützt, machte Marion Döbbelin deutlich. Vor kurzem sei das Haus vom Medizinischen Dienst intensiv nach Vorgaben im Wohn- und Teilhabegesetz geprüft worden, eine Prüfung, der sich alle Pflegeeinrichtungen unterziehen müssten. „Also sechs Stunden TÜV“, brachte es Wolfgang Thalwitzer auf den Punkt. Der Prüfer habe „noch nicht mal den kleinsten Fehler gefunden“, teilte die Leiterin zufrieden mit.

Wie es weitergehen wird an der Sedanstraße klärt sich nächste Woche. Denn bekanntlich steht die Einrichtung vor Umzug oder Umbau. Wenn das entschieden sei, wolle die Stiftung 80 000 Euro für eine Erweiterung der Bettenkapazität von fünf auf acht Plätze bereitstellen, kündigte der Vorsitzende an.

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