Sperrstunde

McDonald's und Burger-King im MK müssen vorzeitig schließen - auch den Drive-In

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Ab 23 Uhr ist Zapfenstreich bei McDonald's. Nicht nur das Restaurant, sondern auch der McDrive müssen zu den Sperrstunden geschlossen sein.

Der Märkische Kreis ist Risikogebiet. Damit einhergehend ist auch die Sperrstunde. So reagieren Gastronomiebetriebe und Raststätten.

Lüdenscheid - Mit der Überschreitung der Sieben-Tages-Inzidenz von 50 wird im Märkischen Kreis die Sperrstunde eingeführt. Das bedeutet unter anderem, dass Gastronomiebetriebe ab 23 Uhr schließen müssen. Das stößt nicht überall auf Verständnis. 

Grafs Galerie 

Frank Hulla, Betreiber der Grafs Galerie, hält die Sperrstunde für sinnvoll, auch wenn es für ihn ein herber Schlag ist: „Irgendwas muss ja passieren, auch wenn uns die Maßnahme hart trifft.“ Als Konsequenz wird er seine Bar bereits eine Stunde früher als üblich, um 18 Uhr, öffnen. Um 23 Uhr müssen die Kunden den Laden verlassen. 

Saitensprung 

Auf der Facebook-Seite gab das Saitensprung-Team um Betreiber Armin Klose bekannt, dass die Discothek, die aufgrund der Corona-Maßnahmen bereits zur Party-Kneipe wurde, am morgigen Samstag nicht öffnen wird. 

Raststätten 

Die Raststätten Sauerland Ost und Sauerland West sind auch von der Sperrstunde betroffen. „Die Gastronomiebereiche sind ab 22 Uhr geschlossen. Während der Sperrstunden übernehmen die Tankstellen die Versorgung der Reisenden“, teilt ein Sprecher der Tank und Rast-Gruppe mit. 

Aral Klapperich 

Auch die Aral-Tankstelle in Brügge darf zwischen 23 und 6 Uhr keinen Alkohol verkaufen. „Das ist natürlich nicht schön für uns. Gerade am Wochenende verkaufen wir viel Alkohol“, sagt Mitarbeiterin Kristina Synowzik. Dadurch, dass ab 22.15 Uhr nur noch über den Nachtschalter verkauft wird, müsse der Alkohol nicht weggeräumt werden. 

Burger King 

Die Burger King-Filiale an der Kölner Straße wird ab 23 Uhr schließen, wie Betreiber Thomas Leung mitteilt: „Wir können ja nichts anderes machen und müssen uns nach der Verordnung richten.“ 

McDonald’s 

Ulrich Wienkötter ist Franchise-Nehmer bei McDonald’s und betreibt ein Restaurant in Gevelndorf, das unter der Woche von 9 bis 0 Uhr und am Wochenende bis zwei Uhr geöffnet hat. Zudem ist seine Filiale am Bräucken normalerweise durchgehend geöffnet. Durch die Sperrstunde wird er beide Restaurants um 23 Uhr schließen. Wienkötter selbst hat für die Schließung der Restaurants Verständnis. Dass er seine Burger aber nicht mehr über den McDrive verkaufen darf, ist für ihn schwer nachzuvollziehen: „Wir halten dort mehr als ausreichend Abstand zu den Kunden, und sowohl die Mitarbeiter, als auch die Kunden tragen Maske.“ Letztlich müsse man sich aber fügen und könne nur hoffen, „dass der Spuk bald vorbei ist.“

 Brauhaus Schillerbad 

„Es war angekündigt und auch abzusehen, dass es so kommt“, sagt Brauhaus-Chef Bernd Meyer. Auch für ihn gilt die Sperrstunde um 23 Uhr. „Wir können nur hoffen, dass die Zahlen bald wieder sinken.“ 

Capitol 

Nihad Kumalic, Betreiber des Capitol, ist mittlerweile recht ungehalten: „Dass, was hier läuft, ist nicht mehr normal. Es wird immer gesagt, die Leute würden sich in der Gastronomie nur sehr selten infizieren, und wieder werden die Gastronomen als erstes und am härtesten be-straft.“ Wie er mit der Sperrstunde umgehen will, war für Kumalic noch nicht klar: „Ich werde mich mit meinen Mitarbeitern darüber unterhalten müssen.“

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