Franchise-Nehmer unzufrieden

McDonald‘s und Burger King im MK: Burger-Tempel im Überlebenskampf

Sie sind beliebte Schnellrestaurants in Lüdenscheid und dem gesamten Land: Burger King und McDonald’s. Doch auch hier macht sich die Corona-Pandemie bemerkbar.

Lüdenscheid – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen nicht vor den großen Fast-Food-Ketten in Lüdenscheid Halt. Während Burger King einen Lieferdienst anbietet, setzt McDonald’s voll auf die Abholung der Speisen und Getränke.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl 72.313

Franchise-Nehmer Thomas Leung, der seine Burger King-Filiale an der Kölner Straße hat, ist unzufrieden mit der momentanen Situation. „Wir sind weit hinter dem Vorjahr. Es fehlt einfach das In-Haus-Geschäft“, sagt Leung mit Blick auf den Umsatz seines Restaurants. Für zumindest etwas Entlastung sorgt der Lieferservice von Burger King.

McDonald‘s und Burger King im MK: Franchise-Nehmer unzufrieden mit der Situation

„Hier sind die Bestellungen um zehn bis 15 Prozent gestiegen“, sagt Leung, dessen Hauptgeschäftszeit zwischen 18 und 21 Uhr liege. „Das war aber schon immer so. Wir hatten zwar auch ein Mittagsgeschäft, das jetzt wegfällt, aber eigentlich fängt die Arbeit immer erst so richtig ab 17 Uhr an.“ Kurzarbeit habe Leung für seine Belegschaft im Augenblick jedoch nicht angemeldet.

„Es ist ein Kampf ums Überleben“, sagt Ulrich Wienkötter. Der Franchise-Nehmer, der zwei McDonald’s-Restaurants in Lüdenscheid betreibt, spricht von einem hohen Verlust an Kunden durch die Corona-Pandemie: „Uns fehlen mehr als 40 Prozent der Kunden. Dadurch sind natürlich auch die Umsätze signifikant gesunken.“

McDonald‘s und Burger King im MK: Keine Schüler, weniger Umsatz

Für Wienkötter spielt dabei nicht nur die Tatsache, dass es kein In-Haus-Geschäft mehr gebe, eine Rolle. „An beiden Standorten in Lüdenscheid haben wir Schulen in der Nähe. Die Schüler sind vor oder nach der Schule zu uns gekommen und haben unsere Produkte gekauft. Diese Kunden fehlen uns sehr.“ Außerdem sei auch die Kurzarbeit anderer Firmen in Lüdenscheid ausschlaggebend dafür, dass so viel weniger Kunden in die McDonald’s-Filialen kämen.

Doch auch wenn Wienkötter mit seinen Restaurants derzeit weniger Umsatz mache und daraus resultierend befristete Verträge von Mitarbeitern nicht habe verlängern können, blickt er über den Tellerrand hinaus: „Wir sind ja noch in der glücklichen Lage, unsere Restaurants zumindest teilweise öffnen zu dürfen. Da geht es anderen Kollegen aus der Gastronomie-Branche deutlich schlechter. Ich hoffe einfach, dass der Spuk bald ein Ende hat und auch die Kollegen ihre Restaurants wieder öffnen und Kundschaft empfangen dürfen.“

Die Mitarbeiter, deren befristete Verträge nicht verlängert wurden, hoffe Wienkötter jedoch wieder zurückholen zu können, wenn die Corona-Pandemie überstanden sei. „Das ist das klare Ziel“, sagt der Franchise-Nehmer.

Rubriklistenbild: © Cedric Nougrigat

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