Maut auf Bundesstraßen: Spediteure bleiben gelassen

LÜDENSCHEID ▪ Die geplante Lkw-Maut für Bundesstraßen wird für die Speditionen zusätzliche Kosten verursachen. Doch die Logistiker in Lüdenscheid verfolgen die Diskussionen gelassen.

Martin Sturm, Geschäftsführer der Spedition Lixfeld im Gewerbegebiet Römerweg, sagte am Montag im LN-Gespräch: „Wir werden nicht auf Straßen ohne Maut ausweichen, um Kosten zu sparen.“ Umwege auf kleinen Straßen zu fahren, koste zu viel Zeit, so Martin Sturm. Im übrigen träfen die Bestimmungen über die Maut nur auf wenige Bundesstraßen zu.

Demnach müssen zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung vorhanden sein, die Straße muss eine direkte Anbindung an eine Autobahn haben und mindestens vier Kilometer lang sein. Innerhalb von Ortschaften soll keine Maut erhoben werden. Die Lastwagen der Spedition Lixfeld bewegen sich laut Geschäftsführer Sturm zu 85 Prozent auf Autobahnen. „Von den restlichen 15 Prozent treffen die Mautkriterien nur noch auf einen kleinen Rest zu.“

Auch in der Spedition Gropengiesser An der Bellmerei schlägt die Bundesstraßen-Maut – das Gesetz soll Mitte des Jahres in Kraft treten – keine hohen Wellen. Geschäftsführer Martin Wozniak sieht Mehrkosten auf die Fuhrunternehmer zukommen, kündigte aber an, sie weitgehend an die Kunden weitergeben zu wollen.

Die beiden Spediteure sind sich einig, dass die Bundesstraßen-Maut längst nicht so dramatische Folgen haben wird wie die Einführung der Autobahn-Maut. Martin Wozniak: „Unser großes Thema ist derzeit der hohe Dieselpreis – und die Diskussion über die Erhöhung der Dieselsteuer.

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