Mauersanierung an Fernuni „in trockenen Tüchern“

Der Gehweg vor der Fernuni an der Liebigstraße ist seit längerem gesperrt. Jetzt soll die Mauersanierung beginnen.

LÜDENSCHEID ▪ Mit Beginn der Frostperiode soll ab dieser Woche die seit Monaten abgesperrte Bruchsteinmauer vor dem Gebäude der Fernuniversität an der Liebigstraße saniert werden. „Die Mauer ist baufällig.

Wir müssen sie ganz abtragen“, erläutert dazu Frank Kuschmirtz von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt. Doch das Vorhaben sei nicht ganz einfach umzusetzen gewesen, erklärt er die langfristige Absperrung des Bürgersteiges vor der Mauer, mit der man auf Nummer Sicher gehen wollte: „Es war eine historische und stadtplanerische Abstimmung erforderlich.“ Außerdem habe man im Haushalt erst „das Geld zusammenkratzen“ müssen, was mittlerweile gelungen sei: „Wir reden hier über rund 50 000 Euro.“

Die derzeit noch etwa 1,20 Meter hohe Mauer müsse neu aufgebaut werden, heißt es weiter. Danach soll die Bruchsteinbegrenzung nur noch 50 bis 70 Zentimeter hoch sein. Da die Mauer eine entsprechende städtebauliche Bedeutung hat, will man sie auch nicht durch eine andere Variante ersetzen. Hinter der niedrigeren Mauer soll der Hang vor dem Fernuni-Aufgang künftig mit einer sachte ansteigenden Böschung befestigt werden.

Unter normalen Bedingungen rechne man mit einer Bauphase von einem Monat. Kuschmirtz ist, was die Wetterentwicklung angeht, Zweckoptimist: „Kann ja sein, dass wir bis Mitte Januar Ruhe haben.“ Andernfalls wird es auf der engen, als Straßenparkfläche zumeist voll ausgelasteten Liebigstraße wieder etwas enger. Bislang war das Parken längs der Absperrung noch möglich, aber wenn die Arbeiten beginnen, wird vor dem Mauerabschnitt ein Halteverbot eingerichtet. Starker Schneefall dürfte die Situation zusätzlich verschärfen.

Eine umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes der Fernuni soll planmäßig aber erst im Jahr 2012 erfolgen. Außenanlagen, Sanierung von Dach und -terrasse, Heizungs- und Leitungserneuerungen – rund 470 000 Euro sind dafür im Finanzplan vorgesehen. Solche Investitionen gelten als erforderlich, um den Erhalt des Denkmals zu gewährleisten. Nicht zuletzt, glaubt Kulturdezernent Wolff-Dieter Theissen, sei die Sanierung auch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Fernuni weiterhin Mieter des repräsentativen Gebäudes bleibe.

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