Gewaltige Sanierung beginnt rund ums Ehrenmal

+
Der Bauzaun rahmt das Ehrenmal seit Beginn der Woche ein – deutliches Vorzeichen für die bevorstehende aufwendige Sanierung des bröckelnden Mauerwerks.

Lüdenscheid - Viele Aspekte mussten im Vorfeld berücksichtigt werden, nicht zuletzt der Denkmalschutz, bevor es ans „Eingemachte“ gehen konnte. Jetzt aber ist es soweit. Die aufwendige Sanierung der Einfriedungs- und Stützmauern rund ums Ehrenmal beginnt. Der Bauzaun ist bereits aufgestellt.

500.000 Euro stehen im städtischen Haushaltstopf „Instandhaltungsrückstellungen“ für die Sanierung zur Verfügung. Bereits im vergangenen Jahr sollte die Ausbesserung der Mauer beginnen, aber zunächst musste das beauftragte Ingenieurbüro seine Erkenntnisse mit den Anforderungen des Denkmalschutzes abgleichen. Hintergrund der erforderlichen Ausbesserung und Stabilisierung ist das bröckelnde Mauerwerk. Auf der Hangseite zum Oenekinger Weg hin waren bereits Fanggitter aufgestellt worden, damit möglicherweise herausbrechende Steine nicht bis auf die Straße rollten und den Verkehr gefährdeten. Im vergangenen Jahr wurden zudem auch einige Bäume gefällt, die zu nah an die Mauer herangepflanzt worden waren und deren Wurzeln gegen das Mauerwerk drückten.

Jetzt ist der Auftrag für die Sanierung nach Angaben von Andreas Fritz, technischer Leiter des Straßenreinigungs-Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL), vergeben. Der Zaun für die Absicherung der künftigen Baustelle ist um das gesamte Ehrenmal-Areal herum aufgestellt worden. „Nachdem die statischen Untersuchungen abgeschlossen sind, kann nun die Sanierung in zwei Teilabschnitten beginnen, der erste Abschnitt noch in diesem Jahr, der zweite dann aber erst im nächsten“, erklärt Fritz.

Sein Kollege Hans Kreinberg hatte bereits geschildert, warum zum Beispiel für die Erneuerung der verwitterten Fugen ein größerer Zeitaufwand erforderlich ist: „Das geht nur mit einer handwerklichen Bearbeitung.“ Die nicht sichtbaren Stützen sind aus Beton. Vorgesetzt sind Natursteine, die wie eine Art Verklinkerung wirken und in deren Fugen sich im Lauf der Zeit Sämlinge eingenistet und dann Wurzeln geschlagen haben. Das Mauerwerk wurde brüchig. Außerdem ist der gesamte Mauerkomplex 90 Meter breit und von der Parkstraße bis zum Mauerfuß 35 Meter hoch.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare