Abitur in Lüdenscheid

Mathe-Klausuren im Tresor: Strenge Sicherheitsvorkehrungen fürs Abitur

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An den Lüdenscheider Schulen haben am 30. April die Abi-Prüfungen begonnen.

Lüdenscheid - Es sind die letzten Prüfungen der Schulzeit: Nachdem am Dienstag bereits die Abiturklausuren im Fach Deutsch stattgefunden haben, stehen am Freitag die gefürchteten Mathe-Prüfungen an. Diese Sicherheitsvorkehrungen müssen Lüdenscheider Schulen für das Abitur treffen.

Sie liegen schon im Tresor und am Dienstag durfte das erste Siegel gebrochen werden: An den Lüdenscheider Gymnasien, der Gesamtschule und den Berufskollegs haben für insgesamt mehr als 350 Schüler die Abiturprüfungen begonnen. Sobald sie diese letzte Hürde gemeistert haben, stehen ihnen alle Ausbildungsmöglichkeiten offen.

An den Gymnasien und der Gesamtschule stehen morgen die zentralen Abiturprüfungen im Fach Mathematik bevor. Die Prüfungsdauer sowie auch die Anforderungen, die an die Abiturienten gestellt werden, variieren und sind davon abhängig, ob das jeweilige Prüfungsfach als Leistungskurs oder als Grundkurs belegt wurde.

Die Klausuren im Grundkurs dauern 180 Minuten, während die Schülerinnen und Schüler in den Leistungskursen 255 Minuten zur Verfügung haben. Dementsprechend umfassender oder anspruchsvoller sind aber auch die Prüfungen. Die Klausuren werden zentral vom Landesministerium für Schule und Bildung gestellt. Dadurch wird gewährleistet, dass allen Schülern innerhalb eines Bundeslandes dieselben Aufgaben gestellt werden und die Leistungen später vergleichbar sind. 

Zulassungen

In Lüdenscheid haben sich mehr als 350 Schülerinnen und Schüler für die Abiturprüfungen qualifiziert. Die Prüfungen beginnen heute mit der zentralen Klausur im Fach Deutsch.

Gymnasien

An den Staberger Gymnasien sind insgesamt 136 Schülerinnen und Schüler zu den Abiturprüfungen zugelassen. 95 Abiturienten zählt das Bergstadt-Gymnasium. Für die Schülerinnen und Schüler werden drei bis vier Räume reserviert, in denen die Abiturklausuren stattfinden.

„Das hängt natürlich davon ab, wie viele Prüfungen an einem Tag stattfinden und wie groß die jeweiligen Kurse sind“, erklärt Anja Johannvordersielhorst, Oberstufenkoordinatorin am Geschwister- Scholl-Gymnasium. Solche Klausurräume werden gekennzeichnet und es wird so gut wie möglich für Ruhe gesorgt, damit die Prüflinge nicht gestört werden.

Gesamtschule

An der Adolf-Reichwein Gesamtschule haben mehr als 80 Schülerinnen und Schüler die Zulassung zu den zentralen Prüfungen erhalten. Die Schule reserviert für die Klausuren mehrere Räume des Gebäudetrakts der Oberstufe.

Durch die Aufsicht der Lehrer soll sichergestellt werden, dass es während der Klausuren in den Räumen leise ist und so möglichst optimale Prüfungsbedingungen herrschen. „Da wir uns derzeit im Umbau befinden, müssen wir auch darauf achten, dass zu den Prüfungszeiten keine Bauarbeiten im oder rund um das Gebäude stattfinden“, erläutert Schulleiter Frank Bisterfeld.

Berufskolleg für Technik

Insgesamt 31 Schülerinnen und Schüler sind am BKT zu den zentralen Abiturprüfungen zugelassen worden. Die Prüfungen an den Berufskollegs laufen etwas anders ab, als an den Gymnasien und der Gesamtschule. Am Dienstag sind dort die sogenannten „profilgebenden Leistungskurse“ geprüft worden. Solche sind Technische Informatik und Maschinenbau.

Diese berufsfeldorientierten Unterrichtsfächer gibt es an den Gymnasien in der Regel nicht. Die Prüfungen in Mathe, Deutsch und Englisch werden an den Berufskollegs ebenfalls zentral gestellt, finden aber an anderen Terminen statt.

Strikte Vorgaben

Für die zentralen Abiturprüfungen gibt es einige Sicherheitsvorkehrungen, die in den Schulen getroffen werden müssen, um den korrekten Ablauf der Abiturprüfungen sicherzustellen. Die Klausuraufgaben stehen auf einem Server des Schulministeriums zum Herunterladen bereit. Lediglich Prüfungsmaterialien, die in Farbe gedruckt werden, erhalten die Schulen per Post.

Für den Download ist ein sicherer Computer erforderlich. Während des Vorgangs werden mehrere Sicherheitsabfragen durchgeführt. Außerdem findet beim Herunterladen und Vervielfältigen das „Vier-Augen-Prinzip“ Anwendung: Neben dem Schulleiter muss stets eine weitere, qualifizierte Lehrkraft im Raum sein, die den Vorgang beobachtet und dokumentiert.

Nach der Vervielfältigung der Klausuren müssen diese in Umschläge verpackt, versiegelt und anschließend sicher gelagert werden, beispielsweise in einem Tresor oder in einem abschließbaren Raum. Am Prüfungstag schließlich, nachdem die Abiturienten bestätigt haben, dass sie geistig und körperlich in der Verfassung sind, die Klausur zu schreiben, wird vor ihren Augen das Siegel gebrochen – und dann geht es los.

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