Zunächst Ermahnung

Masken-Pflicht: Städte im MK erheben ab sofort Bußgeld bei Verstößen - so teuer wird es

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Noch bis Ende des Monats gilt die Maskenpflicht. 

Lüdenscheid – Die Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis haben sich auf Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht geeinigt. Es kann teuer werden. 

Gestern haben sich Vertreter aus Ordnungsämtern der kreisangehörigen Städte getroffen und auf einen einheitlichen Sanktionskatalog gegen Maskenmuffel geeinigt. Wie der Bürgermeister mitteilt, werde zunächst eine einmalige Ermahnung ausgesprochen. Weigere sich jemand, die Maske aufzusetzen, müsse er 50 Euro bezahlen, Wiederholungstäter werden mit einer Geldbuße von 100 Euro bestraft. Die Regeln sind ab sofort gültig.

In einer ersten Reaktion auf die Öffnungen bei Maßnahmen in der Corona-Pandemie bezeichnete Bürgermeister Dieter Dzewas es am Mittwochabend als „richtig und wichtig“, dass die Landesregierung „klare Perspektiven“ auch über die nächsten Tage hinaus aufgezeigt hat. 

„Nun ist es unsere Hauptaufgabe, die zahlreichen Vorschriften umzusetzen.“ Dabei stehe man in engem Kontakt mit den anderen Städten und Gemeinden des Kreises. Dzewas wünscht sich, dass betroffene Branchen selbst Lösungen für die „neue Normalität“ erarbeiten und nannte als aktuelles Beispiel die Friseur-Innung, die den Mitgliedsbetrieben bei der Wiedereröffnung am Montag geholfen habe. 

Trotzdem sei es für die Stadt unabdingbar, die Einhaltung der Vorschriften „umfangreich zu kontrollieren“. Dafür, kündigte Dzewas an, müsse auch der Außendienst, im Volksmund „Corona-Streife“, personell verstärkt werden. Seinen „herzlichen Dank“ richtete Dzewas an die Erzieherinnen und Helferinnen, die die Notbetreuung in Schulen und Kitas bislang gestemmt haben. 

Er gehe davon aus, dass in diesem Kalenderjahr trotz der jetzt beschlossenen Lockerungen noch kein normaler Betrieb wie vor der Krise möglich wird. Im LN-Gespräch verteidigte Dzewas die Öffnung der Spielplätze. „Die sind in einigen Stadtteilen, in denen die Menschen eben keinen Garten haben, enorm wichtig.“ 

Er erwarte von den Erwachsenen viel Verantwortungsgefühl, damit die „neue Normalität zukunftsfest ist“ und Spielplätze oder andere Einrichtungen nicht wieder geschlossen werden müssen. „Aber die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Vertrauen gerechtfertigt ist“, so der Bürgermeister weiter. Auf dem Wochenmarkt etwa habe man Verstöße gegen die Maskenpflicht beobachtet, „aber es ist besser geworden“.

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