Problematische Einzelfälle

Maskenpflicht in Schulen im MK: Schüler legen Atteste vor

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Die Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen wird zum 1. September ausgesetzt. Bisher gab es keine größeren Probleme damit.

Lüdenscheid - Seit dem Beginn des Schuljahres gilt an den weiterführenden Schulen die Maskenpflicht auch während des Unterrichts. Zwar wird diese Maskenpflicht zum 1. September ausgesetzt, dennoch bleibt die Frage, wie es mit der Umsetzung im schulischen Alltag lief.

Die LN haben bei vier Schulleitern weiterführender Schulen nachgefragt. Allgemeiner Tenor: Es läuft gut, aber noch nicht perfekt. 

Theodor-Heuss-Realschule
„Das Empfinden ist natürlich kein Schönes“, räumt Christiane Langs-Blöink ein. Die Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule sieht immer wieder Gesprächsbedarf und die Pflicht nicht nur bei der Schule. „Wir brauchen auch die Eltern, um die Maskenpflicht durchzusetzen. Wir als Lehrer können nur immer wieder auf die Maskenpflicht hinweisen und als Vorbild vorangehen, denn auch die Lehrer tragen die Maske während des Unterrichts.“ Es sei nicht so, dass die Maskenpflicht perfekt umgesetzt werde, die Schüler suchen immer wieder Schlupflöcher. Zudem gebe es auch Schüler, die von zu Hause aus unterrichtet werden müssten, da Familienmitglieder zur Risikogruppe gehören. 

Berufskolleg für Technik
In der vergangenen Woche beklagte das Berufskolleg für Technik (BKT) einen Corona-Fall. Verwunderlich ist das für Schulleiter Matthias Lohmann nicht: „Wir haben 2500 Schüler. Da ist ein Fall statistisch okay.“ Von dem Verhalten seiner Schüler ist er insgesamt begeistert. „Die Umsetzung der Maskenpflicht läuft wirklich prima, Die Schüler gehen sehr verantwortungsbewusst mit der Situation um.“ Ein erneuter Lockdown der Schulen käme für Lohmann einer Katastrophe gleich: „Pädagogisch wäre das der absolute Horror. Es ist ja so schon nicht einfach die Schüler von zu Hause aus zu beschulen. Aber Schüler zu unterrichten, die die Lehrer überhaupt nicht kennen, ist sehr schwer.“ 

Bergstadt-Gymnasium
Am größten Gymnasium der Stadt klappt laut Schulleiter Dieter Utsch die Umsetzung der Maskenpflicht gut: „Die Schüler haben überwiegend keine Probleme mit der Umsetzung.“ Dennoch gebe es auch problematische Einzelfälle. „Wir hatten einen Fall mit Gesprächsbedarf. Ein Kind hatte ein Attest, dass es keine Maske tragen kann. Wir schauen dann, welche Gründe das hat und welcher Arzt das Attest ausgestellt hat.“ Utsch sagt, es gebe auch unter den Ärzten in Deutschland Maskenverweigerer, die Atteste ausstellten, weil sie der Überzeugung seien, dass das Tragen von Masken nichts bringe. In Lüdenscheid habe er das allerdings noch nicht erlebt. 

Hauptschule Stadtpark
An der Hauptschule Stadtpark zeigt sich Schulleiter Thomas Lammers sehr zufrieden mit der momentanen Situation: „Ich freue mich darüber, dass die Schüler das fast immer vorbildlich machen.“ Dennoch gebe es auch Ausnahmen: „In Einzelfällen schicken wir die Kinder nach Hause, wenn sie sich weigern eine Maske zu tragen.“ Am Stadtpark gibt es vier Fälle von Kindern, die von zu Hause aus unterrichtet werden sollen. „Wir haben vier Anträge vorliegen, die momentan noch geprüft werden.“

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