Umfrage auf dem Wochenmarkt

Maskenpflicht im MK fällt: Über Sinn und Unsinn der Maskenregeln

„Extrem verwirrend“ finden Waldemar und Susanne Ragnitz aus Unna ortsweise unterschiedliche Regeln.
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„Extrem verwirrend“ finden Waldemar und Susanne Ragnitz aus Unna ortsweise unterschiedliche Regeln.

Am Mittwoch können Marktbesucher wieder durchatmen. Die Maskenpflicht ist dann weitgehend aufgehoben. Ausnahme: Beim Einkauf am Stand muss die Maske getragen werden. Am Samstag herrschte allerdings noch für alle Besucher generelle Maskenpflicht auf dem Rathausplatz. Standbetreiber und Marktbesucher haben ganz unterschiedliche Ansichten zu Maskenpflicht und Lockerung am Mittwoch.

Lüdenscheid – Marktbesucher Matthias Held ist, was das Tragen von Masken angeht, zwiegespalten. „Natürlich ist das gerade bei diesen hohen Temperaturen der reine Horror“, gibt er zu. „Dennoch bin ich der Meinung, dass die Masken bei großen Menschenansammlungen noch getragen werden sollten – mit Blick auf die eigene Gesundheit und die der anderen.“

StadtLüdenscheid
KreisMärkischer Kreis
Bevölkerungca. 71.200

Die Obst- und Gemüsehändler Susanne und Waldemar Ragnitz aus Unna stört dagegen die bisherige Uneinheitlichkeit der Maskenregeln. „Für uns Händler ist es sehr verwirrend, dass die Regeln von Standort zu Standort unterschiedlich sind und sich zudem noch permanent verändern“, meint Waldemar Ragnitz.

„In Lüdenscheid war es zum Beispiel eine Zeitlang so, dass wir noch nicht einmal hinter unserem Stand ein Butterbrot zur Stärkung essen durften, weil ja das Verzehren von Speisen vor Ort generell verboten war.“ Diese Regelung wurde aber zurückgenommen. In Unna waren Markhändler verpflichtet, Maske zu tragen, während Kunden das nicht brauchten. „So etwas ist einfach unsinnig und kann den Menschen nicht mehr vermittelt werden“, meint Susanne Ragnitz. Über die Änderungen der Regeln in der Bergstadt informierte die beiden stets ihr Mitarbeiter Coskan, der in Lüdenscheid lebt.

Maskenpflicht im MK fällt: Über Sinn und Unsinn der Maskenregeln

Das Halveraner Ehepaar Peter und Petra Wermeckes verkauft Taschen, Geldbörsen, Kleidungsstücke und Wolle. Dadurch hatten sie es noch schwerer als Lebensmittelanbieter. „Wir durften den ganzen Mai über nicht verkaufen, und auch davor mussten wir schon zwei Monate aussetzen“, erinnert sich Peter Wermeckes.

Dass Supermärkte und Discounter alle Waren verkaufen durften, nur weil sie Lebensmittel im Sortiment haben, können beide nicht nachvollziehen, sind aber klar für das Beibehalten der Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt. „Ich hoffe sehr, dass uns die vierte Welle erspart bleibt, wenn ab Mittwoch die Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt eingestellt und darüber hinaus auch allgemein immer mehr gelockert wird“, meint Peter Wermeckes.

Ganz anders sieht das hingegen Manfred Peters aus Hagen, der frischen Spargel, Erdbeeren und Kirschen anbietet. „Ich bin gegen die Maskenpflicht, generell“, meint Peters. „In vielen Ländern werden bereits wieder große Veranstaltungen gefahren, und auch hier in Deutschland geht das, zum Beispiel beim Sport – da ist es völlig unsinnig, dass hier unter freiem Himmel noch Maske getragen wird.“

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